Sep 8, 2011
Was ist bio?
Der Apfel duftet köstlich, die Erdbeeren sind tiefrot – das kann nur die Natur! So denken viele, die beim Einkauf nach Bio-Produkten Ausschau halten. Doch um die Bezeichnung „Bio“ zu verdienen, reicht ein guter erster Eindruck nicht aus. Auch Slogans wie „Naturnah erzeugt“, „aus kontrolliertem Anbau“ oder „aus Liebe zur Natur“ hören sich gut an, sind rechtlich aber nicht geschützt.

Immer mehr Menschen greifen beim Einkaufen zu Bio-Produkte.
Darauf ist Verlass
Auf die Begriffe „Bio“ und „Öko“ hingegen können wir uns verlassen, denn nur wer nach der strengen EG-Öko-Verordnung erzeugt und verarbeitet, darf sein Produkt so nennen. Das prüfen unabhängige, staatlich zugelassene Kontrollstellen.
- Darauf können Sie sich verlassen:
- keine Bestrahlung der Lebensmittel
- kein Einsatz von Gentechnik
- Verzicht auf organo-synthetischen Pflanzenschutz
- abwechslungsreiche, regelmäßige Fruchtfolgen
- Verzicht auf Dünger
- artgerechte, streng an die Fläche gebundene Tierhaltung
- Fütterung mit Bio-Futter, möglichst aus eigener Erzeugung
- kein vorbeugender Einsatz von Antibiotika und keine Leistungsförderer
Übrigens: Die artgerechte Tierhaltung und die geringe Schadstoffbelastung sind für rund 90 Prozent der Käufer von Bio-Produkten die wichtigsten Kriterien. Dies ergab die Befragung von Verbrauchern für das aktuelle Ökobarometer des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Auf regionale Herkunft der Produkte achten ebenfalls 86 Prozent der Verbraucher.
Manche Hersteller gehen noch über die genannten Standards hinaus. Damit Sie als Verbraucher wissen, ob und wie ein Produkt die Anforderungen für Bio-Ware erfüllt, gibt es stattlich oder von der EU zugelassene Bio-Siegel.
Bio-Siegel im Überblick
Das deutsche Bio-Siegel
Das bekannte Sechseck des Bundesverbraucher-Ministeriums garantiert die gleichen Standards wie das neue EU-Bio-Siegel: Keine Gentechnik, keine Chemiedünger, keine Antibiotika und wachstumsfördernden Stoffe. Mindestens 95 Prozent der Zutaten müssen aus ökologischer Herstellung stammen.
Mehr Informationen: www.bio-siegel.de
Das Bioland-Siegel
Die Richtlinien der Bio-Anbauverbände wie Bioland, Demeter und Naturland sind strenger als die der EU: Bioland wirtschaftet nicht nur zum Teil, sondern ausschließlich ökologisch – selbst das Saatgut muss aus Öko-Anbau stammen, kranke Tiere werden naturheilkundlich behandelt.
Mehr Informationen: www.bioland.de
Das Demeter-Siegel
Rund 1.400 deutsche Bio-Höfe wirtschaften „biologisch-dynamisch“: Neben nachhaltigem Natur- und Umweltschutz spielen anthroposophische Präparate wie Heilpflanzen und Mineralien zur Förderung gesunden Wachstums eine wichtige Rolle.
Mehr Informationen: www.demeter.de
Das Naturland-Siegel
Ökologische Landwirtschaft und soziale Gerechtigkeit gehören für den
Bauernverband Naturland eng zusammen – weltweit. Der Bio-Anbau soll die Existenz der Bauern sichern; bestimmte Sozialstandards für Angestellte sind einzuhalten.
Mehr Informationen: www.naturland.de
Webtipp: Bei der Verbraucher-Initiative finden Sie unter www.label-online.de Informationen zu rund 400 Gütesiegeln und Labels.



























