
Alle Apothekertipps auf einen Blick:
Schmerzen als Warnsignal
Akute Schmerzen sind ein nützliches Warnsignal für den Körper. Die Ursache kann meistens zugeordnet und effektiv behandelt werden. Schmerzen, die über einen langen Zeitraum anhalten, ihren Warncharakter verlieren und sich verselbständigen, zählen zu den chronischen Schmerzen. Schmerzmittel sollten Sie nicht unkritisch in größeren Mengen über einen längeren Zeitraum einnehmen, da ein nicht bestimmungsgemäßer Gebrauch das Auftreten schwerwiegender Nebenwirkungen begünstigt. Sollten Sie nicht sicher sein, welches Mittel für Sie geeignet ist, helfen wir Ihnen gerne weiter. Bei länger anhaltenden Schmerzen sollte ein Arzt aufgesucht werden.
Winterzeit ist Erkältungszeit
Erkältungen verbreiten sich in diesen Tagen rasend schnell. Ob beim Einkaufen, auf der Arbeit oder unterwegs – überall lauern Vieren darauf, uns anzugreifen. Wer ein paar einfache Regeln befolgt, kann sich wirksam vor den Erregern schützen.
Meiden Sie nach Möglichkeit große Menschenmengen, denn die Wahrscheinlichkeit, sich anzustecken, ist einfach größer. Achten Sie außerdem auf Hygiene! Wir fassen uns ganz unbewusst an die Nase und berühren danach Türgriffe, Telefonhörer usw. – regelmäßiges Händewaschen hilft, diesen Übertragungsweg weitesgehend auszuschließen.
Einer Blasenentzündung vorbeugen
- Nehmen Sie zwei bis drei Liter Flüssigkeit am Tag zu sich.
- Wischen Sie sich nach dem Stuhlgang immer von vorne nach hinten ab.
- Waschen Sie den Schambereich regelmäßig mit warmem Wasser und Seife.
- Verwenden Sie bevorzugt Kondome als Verhütungsmittel.
- Ziehen Sie nasse Badekleidung sofort nach dem Schwimmen aus.
Dem Husten einen husten
Im Herbst ist „er“ überall zu hören. Dabei ist Husten gar keine eigenständige Krankheit, sondern ein Symptom, etwa für Bronchitis. Und er ist ein Reflex des Körpers, um Partikel wie Viren aus den Bronchien zu entfernen. Als erste Hilfe gilt: viel trinken, nicht rauchen und mit pflanzlichen Aufgüssen wie Kamille inhalieren. Tagsüber helfen zudem schleimlösende Medikamente (Mukolytika), zähes Sekret zu verflüssigen und abzuhusten. Hustenstillende Medikamente (Antitussiva) werden bei trockenem Husten vor allem nachts angewendet.
Was tun bei Haarausfall?
Männer wie Bruce Willis und André Agassi macht es charakteristisch. Vor allem für Frauen aber kann er zum Alptraum werden. Im Normalfall verlieren Menschen bis zu 100 Haare täglich. Sind es deutlich mehr, drohen bald kahle Stellen oder Geheimratsecken. Die Gründe sind vielfältig – etwa ein Mangel an Aminosäuren, Vitaminen oder Mikronährstoffen. Besonders häufig ist der erblich bedingte Haarausfall durch einen Überschuss am männlichen Sexualhormon Testosteron. Je nach Ursache und bevorzugter Behandlungsmethode bietet die Medizin zahlreiche Möglichkeiten der Therapie – vom Shampoo bis zum Tonic oder Kapseln. Doch Achtung: Haben sich die Haare bereits stark gelichtet, darf ein voller Schopf nicht mehr erwartet werden. Die gute Nachricht: Wer rasch aktiv wird, kann das Voranschreiten des Haarausfalls frühzeitig ausbremsen.
Fußpilz vermeiden
Auf dieses „Andenken“ aus dem Schwimmbad oder Hotelzimmer verzichtet man gern: sich schuppende oder Bläschen bildende, juckende oder brennende Fußsohlen und Zehenzwischenräume. Die durch Hautpilze (Dermatophyten) verursachte Infektion lässt sich jedoch mit speziellen pilztötenden Cremes und Sprays (Antimykotika) gut behandeln. Für den dauerhaften Erfolg ist peinliche Sauberkeit wichtig, heißt: nach dem täglichen Reinigen und Versorgen der Füße auch die Hände abspülen. Strümpfe und Handtücher täglich wechseln und bei mindestens 60 Grad durchwaschen. Schuhe desinfizieren und atmungsaktive Exemplare wählen. Vor allem aber, sorgen Sie vor: Tragen Sie in öffentlichen Barfuß-Bereichen stets Badeschuhe.
Den Füßen etwas Gutes tun
- Auffälligkeiten besprechen. Fragen Sie bei allen Veränderungen Ihren Arzt oder Podologen (Podologie = nichtärztliche Heilkunde am Fuß).
- Arztbesuch zum CheckUp nutzen. Lassen Sie bei jedem Termin Ihre Füße untersuchen. Immer!
- Schuhe und Socken mit der Hand abtasten. Stellen Sie vor allem bei abnehmendem Schmerzempfinden sicher, dass dort nichts stört.
Was tun bei Tinnitus und Hörsturz?
- Halten Sie Rücksprache mit Ihrem Arzt und gewinnen Sie Abstand von jeglichem Stress.
- Verzichten Sie möglichst auf Nikotin, Koffein und Alkohol.
- Lenken Sie Ihre Gedanken auf etwas Positives.
- Machen Sie Entspannungsübungen (autogenes Training, Yoga, Tai Chi).
Den Blutdruck richtig messen
Bluthochdruck-Patienten sollten den eigenen Blutdruck stets im Blick haben. Nur wer seine Werte täglich selbst ermittelt, bekommt ein Gespür dafür, welche Einflüsse das Ergebnis besonders prägen. Optimal zur Ermittlung in Eigenregie sind moderne Oberarm-Messgeräte mit Blutdruck-Selbstmessung. Das Ergebnis wird auf dem Display einfach abgelesen.
Weitere Tipps: Messen Sie stets im Ruhezustand und im Sitzen. Benutzen Sie immer denselben Arm. Legen Sie diesen bequem und leicht angewinkelt auf den Tisch. Messen Sie zur Sicherheit stets zweimal.
Den Darm unterstützen
Wer länger als drei Tage keinen Stuhlgang hatte, wird seine „Last“ mitunter nur durch starkes Pressen los. Das muss nicht sein! Ballaststoffreiche Nahrung, Obst und Gemüse, ausreichend Flüssigkeit – sowie Milchzucker und Quellmittel wie Leinsamen oder Kleie – unterstützen Ihre Verdauung auf natürliche Weise. Auch wichtig: Nehmen Sie sich für den Stuhlgang Zeit. Zur Erleichterung und Unterstützung der Darmbewegung helfen kurzfristig stimulierende Abführmittel, etwa aus Sennesblättern. Sie sollten diese jedoch nicht arglos über längere Zeit einnehmen.
Schmerzen lindern
Unangenehm, aber ein sinnvolles Warnsignal vom Körper sind vereinzelt auftretende (akute) Schmerzen. Die Ursache, zum Beispiel bei Kopf- und Nackenbeschwerde, ist oft eindeutig (Flüssigkeits-, Frischluft- oder Bewegungsmangel) und damit direkt behandelbar. Über längere Zeiträume anhaltende (chronische) Schmerzen hingegen verselbstständigen sich und verlieren für den Leidenden ihren Warncharakter. Vor allem dann empfehlen wir einen Besuch bei Ihrem Arzt. Vieles können Sie auch selbst tun: Die Palette an Möglichkeiten ist je nach Schmerzart und -ursache groß und weit gefasst.
Migräne vorbeugen
Dreimal so viele Frauen wie Männer leiden wiederholt unter anfallartigen, pulsierenden Schmerzen vor allem auf einer Seite des Kopfes – woher auch der Name stammt: Migräne ist altgriechisch und heißt „halber Kopf“. Häufigste Auslöser sind Stress, ein ungleichmäßiger Lebenswandel sowie bestimmte Inhalts- und Zusatz-Stoffe in Lebensmitteln wie Tyramin (in Schokolade, Rotwein), Histamin (Sauerkraut, Käse) und Glutamat (Fertiggerichte). Denkbar ist auch ein Serotonin-Mangel.
Unser Tipp: Führen Sie ein Ess-Tagebuch. Zur Vorbeugung hilft gezielte Ernährung, Sport und genügend Schlaf. Gut verträglich sind spezielle – teils homöopathische – Medikamente. Nehmen Sie diese direkt zu Beginn des Migräneanfalls, verankert sich der Schmerz weniger stark.
Venen etwa Gutes tun
Sie sind die Schwerstarbeiter im menschlichen Körper und befördern täglich bis zu 7.000 Liter Blut zum Herzen. Helfen Sie ihnen, damit sie elastisch bleiben. Ideal dafür: Bewegung im Freien und Kältereize – etwa durch Barfußlauf im taufrischen Gras. Systemische Venenmittel (Ödemprotektiva) – als Creme, Gel oder Kapsel verabreicht – schaffen Elastizität von innen. Zusätzlich getragene Stützstrümpfe sind optimal bei schweren Beinen und drohenden Schwellungen.
Vitamine für den Körper
Sie halten uns fit, schützen vor Erkältungen und beugen Herbst-Winter-Depressionen vor. Wenn die Tage kürzer und kühler werden, sind Vitamine das A und O. Eine gesunde, vollwertige Ernährung ist dann wichtig – aber oft nicht ausreichend. Optimal gegen Erkältungen schützt sich, wer den Viren mit wohldosierten Vitamin-C-, A- und E-Garben Paroli bietet. Dem Winterblues entgeht wiederum, wer Vitamin B1 tankt. Bewegung im Freien, ausreichend trinken und schlafen tun ein Übriges.