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Aug 6, 2012

Sicher ans Ziel

Kinder haben es wesentlich schwerer, von A nach B zu gelangen. Ihre visuelle und auditive Wahrnehmungsfähigkeit ist noch nicht voll entfaltet. Übung ist daher wichtig – nur so erlangt ihr Sprössling größtmögliche Sicherheit im Straßenverkehr.

 

Wie sage ich meinem Kind … Kinder an der Ampel

Nehmen Sie Ihre Kinder an die Hand, damit sie für die aktive Teilnahme am Straßenverkehr fit sind.

 

Wie Kinder die Welt wahrnehmen

Kinder sehen ihre Umwelt anders. Sie sind von kleiner Statur, impulsiv, ichbezogen, leicht abzulenken und blitzschnell überfordert, wenn es darum geht, schwierige Situationen im Straßenverkehr richtig einzuschätzen. Wussten Sie, dass viele Kinder erst ab einem Alter von zehn Jahren zuverlässig rechts von links unterscheiden können? Etwa bis zu diesem Alter reagieren sie zudem noch um das 2,5- bis 3-Fache langsamer als Erwachsene. All das macht es Ihrem Abc-Schützen in brenzligen Situationen nicht gerade leicht, richtig zu handeln.

Mit gutem Beispiel vorangehen

Um Ihren Schützling auf die aktive Teilnahme am Straßenverkehr vorzubereiten, brauchen Sie viel Zeit, reichlich Geduld und noch mehr Einfühlungsvermögen. Wie Sie als Eltern wissen, eignet sich Ihr Kind positive wie negative Verhaltensweisen vor allem durch Nachahmung an. Also seien Sie stets konsequent und geben Sie Ihrem Liebling eine klare Linie zur Orientierung an die Hand. Profi-Tipp: „Machen Sie Ihrem Kind keine Angst, sondern loben Sie es, wenn es etwas richtig gemacht hat“, so Beate Pappritz, ADAC-Expertin für Verkehrssicherheitsprogramme.

Übung macht den Meister!

Laut ADAC erhöhen nur ein gut eingeübtes, automatisiertes Verkehrs- und ein konsequentes Vorbildverhalten die Sicherheit Ihres Zöglings im Straßenverkehr. So machen Sie Ihren Knirps fit für den Schulweg:

  • Studieren Sie den Schulweg bereits frühzeitig und unter realen Bedingungen ein, also zu den üblichen Schulwegzeiten. Die Wochenenden und Ferien sind für das Training nicht geeignet.
  • Besprechen Sie ausführlich die auf dem Weg liegenden Gefahrenquellen und benutzen Sie ausschließlich gesicherte Übergänge – auch wenn das einen etwas längeren Schulweg für Ihr Kind mit sich bringt.
  • Bevor Sie Fahrbahn oder Zebrastreifen überqueren, halten Sie inne, schauen Sie nach links, rechts und abermals nach links. Gehen Sie erst weiter, wenn alles frei ist, und verdeutlichen Sie Ihren Überquerungswunsch mit einem Handzeichen.
  • Gehen Sie niemals bei Rot über die Ampel, auch nicht unter Zeitdruck.
  • Fährt Ihr Kind mit Bus und/oder Bahn zur Schule, achten Sie darauf, erst dann die Straße zu überqueren, wenn die Verkehrsmittel weitergefahren sind.
  • Überprüfen Sie den Wissensstand Ihres Kindes durch einen Rollentausch – lassen Sie sich also von ihm zur Schule bringen und dabei mögliche Gefahren erklären.
  • Begleiten Sie Ihr Kind zum Schulanfang auf dem Weg und kontrollieren Sie später unbemerkt, ob es sich noch wie besprochen verhält.

 

Wer mehr über die kindgerechte Verkehrserziehung erfahren möchte, findet beispielsweise unter www.adac.de weiterführende Tipps und Ratgeber-Empfehlungen.