May 2, 2013
Fit fürs Fläschchen
Es gibt Dutzende von Gründen, warum Eltern ihr Kind mit der Flasche ernähren möchten – aber nur zwei Varianten in der praktischen Anwendung: Entweder das Kind akzeptiert die Flasche oder nicht. Im zweiten Fall ist natürlich rasche Abhilfe gefragt.

Manchmal müssen Eltern ihrem kleinen Liebling das Fläschchen erst einmal schmackhaft machen.
Alles ganz anders
Es fühlt sich anders an, es duftet anders – und dann kommt vielleicht sogar noch etwas anderes heraus als die gewohnte Muttermilch: Trotz aller Unterschiede scheinen manche Babys den Übergang zum Fläschchen kaum wahrzunehmen. Andere sind verwirrt, wenn Mama oder Papa es ihnen zum ersten Mal anbietet. Sie freunden sich erst mit der neuen Art zu trinken an, wenn man sie ihnen schmackhaft macht. Und so geht’s:
Die Flasche attraktiv machen
Ob Sie Muttermilch abpumpen oder Milchnahrung füttern wollen – die wichtigste Zutat bei der Flaschenfütterung ist immer Geduld. Darum ist es ratsam, beim ersten Versuch mit dem Fläschchen für eine ruhige Atmosphäre und viel Zeit zu sorgen.
- Auf die richtige Temperatur kommt es besonders an: Um sicher zu sein, dass die Milch körperwarm und nicht zu heiß ist, träufeln Sie ein wenig vom Flascheninhalt auf eine Stelle am Unterarm, nahe der Ellenbeuge.
- Füttern Sie nicht erst, wenn Ihr Baby sehr hungrig oder sehr müde ist. Seine Bereitschaft, etwas Neues auszuprobieren, ist dann gering.
- Stecken Sie den Flaschensauger nicht in den Mund des Babys, sondern berühren Sie damit sanft seine Lippen und helfen Sie ihm erst dann, den Sauger aufzunehmen.
- Bringen Sie den Flaschensauger mit warmem Wasser auf Körpertemperatur. Bei einem zahnenden Baby kann allerdings das Gegenteil helfen: abkühlen, um die Zahnleisten zu beruhigen.
- Probieren Sie verschiedene Saugerformen sowie verschiedene Körperhaltungen aus.
- Es lohnt sich auch der Versuch, im Halbschlaf zu füttern, weil das Baby dann Ungewohntes nicht so genau wahrnimmt.
- Möglicherweise wird Ihr Baby beim Trinken aus der Flasche früher satt, weil es meist mehr Milch im gleichen Zeitraum aufnimmt als beim Stillen.
- Wenn Sie nicht die Mama des Babys sind und es Sie noch nicht gut kennt, hilft es vielleicht, beim Füttern ein Kleidungsstück von Mama in seiner Nähe zu platzieren, damit es sich nicht zu fremd fühlt.
- Manchmal kann aber auch genau das Gegenteil zum Erfolg führen: Manche Babys ahnen wohl, dass Mama zum Stillen kommt, wenn es gar nicht anders geht. Ist aber gerade nichts in der Nähe, das an sie erinnert, sind sie eher bereit, etwas Neues auszuprobieren.
Einige Babys weigern sich trotz aller guten Ideen strikt, aus einer Flasche zu trinken. Ab etwa dem 5. Monat können Sie es mit einer speziellen Trinklerntasse versuchen.
Manche Eltern möchten im Wechsel stillen und mit der Flasche füttern – und manche Babys finden das völlig in Ordnung. Andere aber sind irritiert, weil sie so unterschiedlich stark nuckeln müssen, um an ihre Nahrung zu gelangen. Hebammen nennen dieses Phänomen zuweilen „Stillverwirrung“ und raten ab. Doch wenn Sie es praktisch finden, hin und wieder zu wechseln – probieren Sie es einfach immer wieder mal aus. Wenn Ihr Baby bereit ist, wird es irgendwann vielleicht sogar Freude an der Abwechslung haben.





























