Was ist der Unterschied zwischen Baumwolle und Viskose?
Baumwolle ist eine Naturfaser, die aus den Samenhaaren der Pflanzengattung Baumwolle (Gossypium) gewonnen wird. Sie ist sehr saugfähig und kann bis zu 65 % ihres Gewichtes an Wasser aufnehmen. Baumwollstoffe gelten als sehr hautfreundlich.
Außer in der Textilindustrie finden Baumwollfasern in vielen anderen Bereichen Verwendung, beispielsweise als Verbandsmaterial in der Medizin, bei Kosmetik und Hygiene als Watte oder Wattestäbchen.
Viskosefasern, kurz Viskose oder Zellwolle genannt, sind Chemiefasern, die auf dem Grundstoff Zellulose basieren und über ein spezielles Verfahren industriell hergestellt werden.
Die chemische Zusammensetzung der Viskosefasern gleicht der von Baumwolle. Auch die typische Faserfeinheit (etwa 10 bis 15 µm Durchmesser) und Faserlänge (etwa 40 mm) sind ähnlich der von Baumwolle.
Durch die Bearbeitung der Zellulose im Viskoseverfahren können, im Gegensatz zum Naturprodukt Baumwolle, die Charakteristika der Faser (Farbe, glänzendes oder mattiertes Aussehen, Faserlänge, -dicke und -querschnitt) variiert werden.
Viskose ist eine natürliche Kunstfaser, im Gegensatz zu bekannten synthetischen Kunstfasern wie beispielsweise Polyester oder Polyacryl.