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Auszeiten bewusst gestalten

Foto von XY

Alltag, Urlaub, Freizeit - heute ist wichtig, im Alltag fokussiert zu sein, damit im Urlaub der Kopf frei ist.

Kolumne von Christoph Werner

Liebe Leserin, lieber Leser,

fahren Sie gerne in den Urlaub? Für mich war es schon als Kind immer etwas ganz Besonderes, in den Urlaub zu fahren. Denn im Urlaub war unsere Familie wirklich vereint. Schon auf der Fahrt spielten wir zusammen im Auto Ratespiele oder das Gedächtnisspiel „Ich packe meinen Koffer und nehme mit …“. Bei diesem Spiel muss man gut aufpassen und die bereits genannten Gegenstände in der richtigen Reihenfolge wiederholen. Nach der Aufzählung nennt man einen weiteren Gegenstand fürs Gepäck, an den sich die folgenden Spieler ebenfalls erinnern müssen. Am Urlaubsort angekommen unternahmen wir gemeinsame Ausflüge. Bei schlechtem Wetter saßen wir zusammen und jeder las oder blätterte in einem Buch oder unsere Eltern lasen uns Kindern vor. Abends spielten wir das Kartenspiel Mau-Mau bis 300 Punkte und jeder hatte die Chance, „Mau-Mau-König“ zu werden. Wenn mir das gelang, war ich immer stolz wie Bolle, denn meine Schwester und meine Eltern zu schlagen, war gar nicht so leicht.

Damals gab es noch keine Mobiltelefone. Und Smartphones waren jenseits des Vorstellbaren. Auch Internet und Laptops gab es noch nicht. Nur gelegentlich telefonierte mein Vater mit seiner Sekretärin, um auf dem Laufenden zu bleiben. Aber solche Unterbrechungen waren die Ausnahme und für uns Kinder kaum wahrnehmbar. Urlaube waren für mich die aufregende Zeit in einem Alltag der scheinbaren Monotonie aus Schulstunden, Hausaufgaben und Musikunterricht mit täglichem Üben.

„In unserer Welt, in der heute so viel mehr möglich ist als früher, gilt es zu entscheiden, was wann wirklich wichtig ist.“

Als Erwachsener und Vater waren und sind Urlaube weiterhin die Zeit, die ich mit der Familie verbringe. Mein Arbeitsalltag ist durch Geschäftsreisen und viele Termine vielseitig und anregend. Urlaub ist für mich daher vor allem die Zeit, um etwas zur Ruhe zu kommen. Durch Smartphones und Laptops braucht es mehr Disziplin als früher, den Urlaub mit der Familie zu genießen, ohne immer wieder abgelenkt zu sein. Gerade, weil das Arbeitstempo durch die permanente Internetverbindung und mobile Endgeräte so hoch geworden ist, ist es wichtig, Auszeiten auch wirklich zu nehmen. Denn so gelingt es, abzuschalten, den Kopf freizubekommen und Platz für neue Ideen zu schaffen.

In unserer Welt, in der heute so viel mehr möglich ist als früher, gilt es zu entscheiden, was wann wirklich wichtig ist. Meine Erfahrung ist, dass es vor allem auf den Fokus zur rechten Zeit ankommt. Das bedeutet für mich, im Alltag nicht immer mit dem Kopf an Urlaubsorten zu sein, während ich Termine wahrnehme. Und im Urlaub nicht permanent von der Arbeit in Beschlag genommen zu werden, wenn die gemeinsame Unternehmung mit der Familie geplant ist. Sonst bin ich weder bei der Arbeit produktiv noch im Urlaub erholt. Das zu beherzigen zahlt sich aus. Denn für mich kommt es auf die Abwechslung an.

Herzlichst Ihr
Christoph Werner
Vorsitzender der Geschäftsführung

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