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Sport im Verein verbindet

Im Team können wir über uns hinauswachsen und einander besser kennenlernen. ¹⁾

Kolumne von Christoph Werner

Liebe Leserin, lieber Leser,

wie ist es Dir gelungen, dieses unglaublich große Selbstvertrauen auszubilden? Diese Frage stellte ich einst meinem Vater. Ich wollte besser verstehen, wie er der Fels in der Brandung geworden war, als den ich ihn kannte. Denn mein Vater war ein Mensch, der sich nicht leicht verunsichern ließ und auch bei Widerstand Kurs zu halten verstand. Seine Antwort war: der Rudersport im Ruderverein. Er ließ aus ihm einen selbstbewussten jungen Mann werden, nachdem er als jüngstes von fünf Geschwistern lange nur „der kleine Götz“ gewesen war. 

Im Rudersport habe er erleben können, wie ihm durch beharrliches Training Kräfte zuwuchsen, die ihn mit 19 Jahren bis zum Titel des Deutschen Jugendmeisters im Doppelzweier trugen. Durch den Ruderverein habe er immer leicht Anschluss zu Gleichaltrigen gefunden, wenn er im Laufe seiner Ausbildung in unterschiedlichen Unternehmen in neue Städte kam. Durch den Rudersport habe er Kameradschaft erlebt und Freundschaften geschlossen, die ein Leben lang hielten. Im Ruderverein Neptun Konstanz lernte er seinen späteren Geschäftspartner Günter Bauer kennen, der ab 1976 dm erst in Österreich und nach dem Fall des Eisernen Vorhangs in Osteuropa aufbaute.

Als meine Eltern von Heidelberg nach Karlsruhe zogen, waren es Freunde aus dem Ruderclub in Karlsruhe, die den ersten Freundeskreis bildeten. Die Paten seiner ersten drei Kinder, zu denen auch ich gehöre, waren Freundschaften aus dem Ruderverein. Auch in den letzten Jahren seines Lebens war sein treuester Freund sein Jugendfreund, mit dem er im Heidelberger Ruderclub oft im selben Boot gesessen hatte. Auf dem Grab meines Vaters stand lange ein Wasserglas mit dem Emblem dieses Ruderclubs, das ein treuer Gefährte für ihn dort aufgestellt hatte.

Auch wenn ich keine vergleichbare Vereinskarriere erlebt habe, konnte auch ich durch Sport in der Gemeinschaft oder im Verein neue Menschen kennenlernen und später in neuer Umgebung schneller heimisch werden. Ob beim Basketball als Schüler, während meiner Zeit in Paris bei L’Oréal beim wöchentlichen Basketballspiel mit Kollegen aus unterschiedlichen Abteilungen oder später in Pittsburgh in den USA im Ruderverein auf dem Allegheny River, der beim sogenannten „Golden Triangle“ der Stadt mit dem Monongahela River den Ohio River bildet.

Sport im Verein verbindet Menschen. Im Team können wir über uns hinauswachsen und einander besser kennenlernen. Verbindungen sind es, die uns Kraft geben können und uns als Gemeinschaft und letztlich auch als Gesellschaft zusammenhalten.

Herzlichst Ihr
Christoph Werner
Vorsitzender der Geschäftsführung

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