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So'n Müll! Die Sache mit dem Abfall

Kinder beim Müll wegbringen

Wertstoffe richtig trennen und sammeln ist ein wichtiger Schritt in Sachen Ressource schonen und Umwelt schützen. © iStock/Imgorthand

Kennt ihr die Rieseninsel, die zwischen Kalifornien und Hawaii im Pazifik treibt? Was ein bisschen nach Abenteuer mit  Jim Knopf und Lukas, dem Lokomotivführer klingt, hat mit heldenhaften Geschichten leider nichts zu tun. Die schwimmende Insel ist der nordpazifische Müllstrudel. Er besteht aus 79.000 Tonnen Plastikmüll und ist viermal so groß wie Deutschland. Wie es klappen kann, dass weniger Müll die Natur verschmutzt, lest ihr hier.

Müll ist nicht gleich Müll

Müll ist eigentlich alles, was wir wegwerfen und das ist richtig viel. Jeder, der in Deutschland lebt, produziert im Durchschnitt rund 600 Kilogramm Müll im Jahr. Schaut mit Weltentdecker, Abenteurer und Reporter Willi Weitzel, was alles in unseren Mülltonnen landet – und was man wiederverwerten und recyceln kann.

Plastik bleibt

Die alte Tomatensoße, die im Kühlschrank vor sich hin gammelt, hat einen großen Vorteil – obwohl schimmelige Soße echt eklig klingt: Sie verrottet, das heißt innerhalb weniger Monate wird sie zu Humus, einer fruchtbaren Erde, in der beispielsweise neue Tomaten wachsen können. Wenn ihr zu Hause einen Kompost habt, könnt ihr beobachten, wie Schimmelpilze, Bakterien und wuselige Insekten aus Garten- und Küchenabfällen gute Erde machen. Toll so ein Kreislauf!

Plastikmüll spielt in einer ganz anderen Liga. Vieles, was Plastik als Verpackungsmaterial so praktisch macht, ist schlecht für die Umwelt. Es ist widerstandsfähig, wasserfest, kurz: nicht kaputt zu kriegen. Denn es zerfällt zwar zu immer kleineren Stückchen, aber es verrottet nicht. Leider! Der meiste Plastikmüll landet auf Müllhalden, in der Landschaft oder wird vom Wind und Flüssen ins Meer getragen, wo es sich dann zu großen Inseln wie dem südpazifischen Müllstrudel zusammenballt. Tiere verheddern sich darin oder fressen Plastikteilchen, die sie krank machen. Stellt euch vor: Im Magen von Meeresschildkröten, die in der Nähe des südpazifischen Müllstrudels geschwommen sind, fanden Wissenschaftler dreimal mehr Plastik als echte Nahrung. 

Tipp: Hört doch mal bei „Die Weltretterbande - Polli und das Plastik rein“.

Neues Leben für alte Flaschen

Wäre es nicht toll, wenn man mit Plastikmüll wie mit Kompost umgehen könnte – den Abfall zu einem Stoff umbauen, aus dem wieder etwas Neues entstehen kann? Tatsächlich gibt es das schon: Recycling nennt man es, wenn Materialien wie Plastik von benutzten Flaschen wiederverwendet werden. Der Begriff ist englisch und heißt so viel wie „Zurück in den Kreislauf bringen“. Damit das funktioniert, müssen wir Wertstoffe allerdings richtig entsorgen. Nur eine Plastikflasche, die ihr in den gelben Sack oder die Wertstofftonne werft, kann anschließend in einem Recyclingwerk zerkleinert, gereinigt und eingeschmolzen werden. Danach wird sie wiederaufbereitet zu etwas, das man Rezyklat nennt: vielen kleinen, bunten Plastik-Teilchen. Diese können dann wieder verarbeitet werden zu neuen Flaschen, Mülltüten, Eimern oder Parkbänken. Schaut mal zu Hause im Putzschrank nach: Manche Flaschen tragen schon einen Hinweis darauf, dass sie ganz oder zum Teil aus Rezyklat hergestellt sind.

Kommt runter vom Müll

Ganz klar: Wenn wir weniger verpackte Sachen kaufen, vermeiden wir Müll. Ist euch mal aufgefallen, in wie viel Plastik das Gemüse im Supermarkt oft eingewickelt ist? Ihr könntet es stattdessen gemeinsam mit euren Eltern auf dem Wochenmarkt oder in einem Hofladen kaufen. Oder aber ihr pflanzt selbst! Salat, Bohnen oder Radieschen gedeihen übrigens nicht nur im Garten, sondern auch auf dem Balkon.

Manchmal kann man Sachen, die man in Plastikflaschen gekauft hat, auch einfach wieder füllen und auf diese Art neuen Müll vermeiden. Das gilt zum Beispiel für Putzmittel. In manchen dm-Märkten gibt es solche Auffüllstationen. 

Und findet ihr es nicht auch seltsam und traurig, dass viele Menschen ihren Müll in die Natur, in Parks, auf Spielplätze oder auf die Straße werfen? Kennt ihr die Pfadfinder? Die haben das Motto „Hinterlasse die Welt immer ein bisschen besser, als du sie vorgefunden hast." Was für ein schönes Motto!

Werdet „Trash Hacker“ gegen Umweltverschmutzung

Weil Müllberge und Umweltverschmutzung unserer Klima, unsere Erde und alle Lebewesen darauf gefährden und krank machen kann, hat die UNESCO die internationale Kampagne „Trash Hack“ gestartet – „Trash Hacks“ sind kleine Veränderungen, mit denen alle Menschen weltweit, egal ob alt oder jung, unseren Planeten ein bisschen sauberer machen.

Habt ihr Lust Teil davon zu werden? Dann werdet „Trash Hacker“ und helft gemeinsam mit vielen anderen Kindern und Jugendlichen dabei, unser Klima zu schützen! Denn ein „Trash Hacker“ zu sein geht ganz einfach: Überlegt euch, alleine oder mit Freunden, was ihr tun könnt, um Müll zu vermeiden oder wiederzuverwerten. Ihr könnt zum Beispiel darauf achten, euer Pausenbrot in einer Brotdose mit zur Schule zu nehmen, statt in Plastikfolie. Ihr könnt es auch in ein wiederverwendbares Bienenwachstuch einwickeln. Oder ihr stellt aus einem Wegwerfprodukt, wie zum Beispiel aus einem leeren Joghurtbecher, etwas Neues her – es gibt ganz viele verschiedene Wege!

Gründet Gruppen mit anderen Kindern und Erwachsenen, die sich ebenfalls für unsere Umwelt engagieren möchten. Anschließend könnt ihr eure tollen Ideen mit Freunden, eurer Familie oder gleich mit an-deren Weltverbesserern teilen – und zwar auf der Trash Hack Plattform.

Hier findet ihr auch Inspirationen von anderen Schülerinnen und Schülern – nicht nur aus Deutschland, sondern aus der ganzen Welt! Zum Beispiel könnt ihr wie Sofia aus Malta aus einem leeren Milchkarton einen Blumenkasten und einen bunten Stiftehalter basteln, oder wie die Schülerinnen und Schüler des Rouanet-Gymnasiums im brandenburgischen Beeskow aus einem alten Karton ein Haus für eure Katze oder euren Hund bauen.

Viele weitere spannende Ideen, informative Beiträge, wertvolle Tipps, Gewinnspiele, Coupons per App, Geschenke für Kinder, Eltern und werdende Eltern gib es bei glückskind, dem kostenlosen Familienprogramm. Hier können Sie sich anmelden.