Brustkrebsfrüherkennung: Warum sie so wichtig ist

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2.9.2026

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen in Deutschland – jährlich erkranken rund 75.000 Frauen neu. Aber hier ist die gute Nachricht: Brustkrebs, der früh entdeckt wird, ist in den meisten Fällen sehr gut behandelbar. Genau deshalb gibt es in Deutschland ein gesetzliches Brustkrebs-Früherkennungsprogramm.
Was ist Brustkrebs?
Brustkrebs entsteht, wenn sich Zellen im Brustgewebe krankhaft verändern und anfangen, sich unkontrolliert zu teilen. Diese Krebszellen können in umliegendes gesundes Gewebe eindringen und sich auch in anderen Organen ansiedeln. Die Absiedelungen nennt man Metastasen.
Brustkrebs ist so vielfältig wie kaum eine andere Krebsart. Manche Tumoren wachsen sehr langsam und bleiben örtlich begrenzt. Andere wachsen schneller und können sich im Körper ausbreiten. Oft ist Brustkrebs – besonders wenn er früh entdeckt wird – gut heilbar.
Risikofaktoren für Brustkrebs
Es gibt verschiedene Faktoren, die das Risiko erhöhen, an Brustkrebs zu erkranken. Einige davon hast Du ein Stück weit selbst in der Hand, andere dagegen kannst Du nicht beeinflussen.
Nicht beeinflussbare Risikofaktoren:
höheres Alter
erbliche Veranlagung
dichtes Brustdrüsengewebe
bestimmte Vorerkrankungen der Brust
eine Strahlentherapie des Brustkorbs im Kindes- oder Jugendalter
hormonelle Faktoren (frühe erste Periode, späte Menopause, keine Schwangerschaften)
Beeinflussbare Risikofaktoren:
Alkoholkonsum
Rauchen
Bewegungsmangel
ungesunde Ernährung
keine oder kurze Stillzeiten
hormonelle Verhütungsmittel (Pille und Hormonspirale)
Übergewicht nach den Wechseljahren
Hormontherapie nach den Wechseljahren
Wenn Du möchtest, kannst Du Deine Frauenärztin oder Deinen Frauenarzt um eine Einschätzung Deines individuellen Brustkrebsrisikos bitten.
Können auch Männer Brustkrebs bekommen?
Ja, denn auch Männer haben Brustdrüsengewebe. Bei ihnen tritt Brustkrebs jedoch nur sehr selten auf – der Anteil beträgt weniger als ein Prozent aller Brustkrebserkrankungen.
Typische Warnsignale sind ein tastbarer Knoten hinter der Brustwarze, Veränderungen der Brustwarze und geschwollene Lymphknoten in der Achselhöhle. Wer solche Symptome bemerkt, sollte sie bei der Hausärztin oder dem Hausarzt abklären lassen. Ein gesetzliches Früherkennungsprogramm gibt es für Männer nicht – dafür ist die Erkrankung zu selten.
Das gesetzliche Brustkrebs-Früherkennungsprogramm
In Deutschland gibt es ein gesetzliches Programm zur Früherkennung verschiedener Krebsarten – unter anderem für Brustkrebs. Das Brustkrebs-Früherkennungsprogramm gilt aktuell für alle Frauen zwischen 50 und 75 Jahren. Das heißt jede Frau in dieser Altersgruppe hat gesetzlichen Anspruch auf Teilnahme und die Kosten werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen, auch wenn kein Krebsverdacht und keine akute Erkrankung vorliegt. Privatversicherte haben den gleichen Anspruch wie gesetzlich Versicherte, sollten aber die Kostenübernahme mit ihrer Versicherung vorab klären.
Ziel des Früherkennungsprogramms ist es, Brustkrebs auszuschließen oder in einem möglichst frühen Stadium zu entdecken, um die Heilungschancen zu erhöhen und die Behandlung zu erleichtern.
Das Programm enthält drei Bausteine:
die jährliche ärztliche (gynäkologische) Tastuntersuchung,
eine Anleitung zur Selbstuntersuchung,
regelmäßige Mammografie-Untersuchungen.
Gut zu wissen: Umgangssprachlich werden Untersuchungen zur Brustkrebsfrüherkennung oft als Brustkrebsvorsorge bezeichnet. Das ist aber strenggenommen nicht korrekt: Sogenannte Vorsorgeuntersuchungen dienen dazu, das Entstehen von Krankheiten durch frühzeitiges Handeln zu verhindern. Beispiele dafür sind die Vorsorgeuntersuchungen in der Schwangerschaft oder die jährliche Zahnreinigung beim Zahnarzt. Die Tastuntersuchung sowie die Mammografie zielen aber darauf ab, einen Tumor möglichst früh zu entdecken und die Heilungschancen zu verbessern.
Tastuntersuchung
Bei der gynäkologischen Tastuntersuchung tastet Deine Frauenärztin oder Dein Frauenarzt systematisch beide Brüste und die Achselhöhlen ab. Die Untersuchung ist für Dich ab dem 30. Lebensjahr kostenlos – die Kosten werden von der Krankenkasse übernommen.
Vorteile:
Das Abtasten geht schnell, ist schmerzlos und einfach durchführbar.
Tastbare Veränderungen wie Knoten oder Verhärtungen können erspürt werden.
Nachteile:
Abgetastet zu werden ist manchen Frauen unangenehm oder peinlich.
Sehr kleine oder tief liegende Veränderungen, die noch nicht fühlbar sind, bleiben unentdeckt.
Auffälligkeiten, die sich nach weiterer Untersuchung als harmlos herausstellen, können zwischenzeitlich unnötig beunruhigen (falsch-positiver Befund).
Bei vorangegangenen Brustoperationen oder Silikonimplantaten ist die Tastuntersuchung schwierig.
Selbstuntersuchung
Fachleute empfehlen allen Frauen, die Brüste regelmäßig selbst abzutasten – am besten einmal im Monat, kurz nach der Periode, wenn das Brustgewebe weniger gespannt und empfindlich ist. Das kann Dir helfen, Dein Körperbewusstsein und Dein Gefühl für die eigene Brust zu verbessern und auftretende Veränderungen schneller zu bemerken. Wie das Abtasten geht, zeigt Dir Deine Frauenärztin oder Dein Frauenarzt – das gehört sogar offiziell zum gesetzlichen Früherkennungsprogramm.
Was ist Discovering Hands?
Für die Tastuntersuchung können Frauen auch Discovering Hands (Entdeckende Hände) nutzen – eine Untersuchung, die von Medizinisch-Taktilen Untersucherinnen (MTU) durchgeführt wird. Dabei handelt es sich um speziell ausgebildete blinde oder stark sehbehinderte Frauen, die dank ihres stark ausgeprägten Tastsinns Veränderungen schon in einem sehr frühen Stadium erfühlen können. Die Untersuchung dauert etwa 30 bis 60 Minuten, wird von den meisten Frauen als entspannend erlebt. Der Befund wird an die zuständige Ärztin, den zuständigen Arzt weitergeleitet, die oder der dann auf Basis dieser Ergebnisse die Diagnose trifft und bei Bedarf zusätzliche Untersuchungen veranlasst.
Die Kosten werden von vielen gesetzlichen und privaten Krankenkassen übernommen – allerdings ist es ratsam, sich vorab zu informieren. Angeboten wird die Untersuchung in Frauenarztpraxen, Brustzentren und Kliniken. Falls Du Interesse hast, sprich Deine Frauenärztin, Deinen Frauenarzt darauf an.
Welche Untersuchung in welchem Alter?
Die offiziellen Empfehlungen zur Brustkrebs-Früherkennung staffeln sich je nach Alter. Bei bestimmten Risikofaktoren oder einem konkreten Verdacht können auch frühere oder zusätzliche Maßnahmen sinnvoll sein – besprich das am besten direkt mit Deiner Frauenärztin oder Deinem Frauenarzt.
Frauen unter 30 Jahren
Frauen unter 30 Jahren
Bei jungen Frauen ist Brustkrebs sehr selten. Regelmäßige ärztliche Screening-Untersuchungen werden in diesem Alter daher nicht empfohlen, sofern kein erhöhtes Risiko vorliegt. Was Du aber trotzdem tun kannst: Deine Brüste einmal im Monat selbst abtasten. Frag am besten Deine Frauenärztin oder Deinen Frauenarzt, wie das geht.
Frauen ab 30 Jahren
Frauen ab 30 Jahren
Ab 30 haben Frauen Anspruch auf eine jährliche Tastuntersuchung bei der Frauenärztin oder dem Frauenarzt – kostenlos, über die gesetzliche Krankenkasse. Dazu gehört außerdem die Anleitung zur Selbstuntersuchung der Brust.
Frauen zwischen 45 und 49 Jahren
Frauen zwischen 45 und 49 Jahren
Bislang beginnt das gesetzliche Mammografie-Screening offiziell erst ab 50. Mehrere Fachgesellschaften empfehlen jedoch, das Angebot auf Frauen ab 45 auszuweiten. Die Diskussion darüber ist in vollem Gange und eine Umsetzung ist in Vorbereitung. Bis es so weit ist, kannst Du in dieser Altersgruppe auf eigene Kosten am Screening teilnehmen oder weiterhin die ärztliche Tastuntersuchung wahrnehmen.
Frauen von 50 bis 75 Jahren
Frauen von 50 bis 75 Jahren
Für diese Altersgruppe birgt das Mammografie-Screening nachweislich mehr Vor- als Nachteile. Deshalb werden Frauen von 50 bis 75 Jahren in Deutschland alle zwei Jahre zum Mammografie-Screening eingeladen. Die Einladung kommt automatisch per Post, zusammen mit einem Terminvorschlag und einer Entscheidungshilfe. Die Teilnahme ist freiwillig.
Frauen über 75 Jahre
Frauen über 75 Jahre
Für diese Altersgruppe bringt das Mammografie-Screening mehr Nach- als Vorteile: Der mögliche Gewinn an Lebensjahren durch eine Früherkennung von Brustkrebs fällt weniger stark ins Gewicht als die Belastungen, die eine Diagnose und Behandlung mit sich bringen kann. Allerdings: Das Brustkrebsrisiko steigt auch in diesem Alter weiter. Bei einem konkreten Verdacht bitte ärztlich abklären lassen! Der Anspruch auf Kostenübernahme durch die Krankenkasse besteht in diesem Fall weiterhin.
Was passiert bei einem auffälligen Befund?
Ganz klar: Schon der Verdacht, es könnte etwas sein, ist aufwühlend. Aber: Eine Auffälligkeit ist zunächst einmal genau das – eine Auffälligkeit, kein Krebs. Die meisten stellen sich nach weiterer Untersuchung als harmlos heraus. Deshalb heißt es jetzt erst einmal: Ruhe bewahren und geduldig sein.
Damit sichergestellt ist, dass wirklich nichts übersehen wird, folgen jetzt noch einige weitere Untersuchungen und der Befund wird von mehreren Fachleuten beurteilt.
Schritt 1: Kurzfristiger Kontrolltermin oder Überweisung
Je nach Art der Auffälligkeit wird die Ärztin oder der Arzt eine zeitnah folgende Kontrolluntersuchung vorschlagen oder Dich in ein Brustzentrum oder zu einer Radiologin überweisen, die auf Brustdiagnostik spezialisiert ist.
Schritt 2: Weiterführende Bildgebung
In der Regel wird die Auffälligkeit genauer untersucht – mit einer oder mehreren dieser Methoden:
ergänzende Mammografie-Aufnahmen (andere Winkel, Vergrößerungen),
Ultraschall, um die Art des Gewebes besser einzuschätzen,
Mamma-MRT (Magnetresonanztomografie der Brust), wenn weitere Informationen nötig sind.
Schritt 3: Biopsie
Wenn die Bildgebung nicht eindeutig Entwarnung geben kann, wird eine Biopsie empfohlen. Dabei wird mit einer hauchdünnen Nadel – geleitet durch Ultraschall oder ein spezielles Mammografie-Gerät – eine kleine Gewebeprobe entnommen. Das geschieht unter örtlicher Betäubung und ist meist ambulant möglich. Du kannst also nach der Behandlung wieder nach Hause. Anschließend wird die Probe im Labor untersucht.
Die Biopsie ist der einzig verlässliche Weg, um festzustellen, ob eine Veränderung gutartig oder bösartig ist.
Schritt 4: Der Befund
Die Gewebeprobe wird von einer Pathologin oder einem Pathologen (also einer Ärztin oder einem Arzt, die oder der Gewebe unter dem Mikroskop beurteilt) analysiert. Das dauert in der Regel einige Tage bis zwei Wochen.
Das Ergebnis kann sein:
gutartig (z. B. ein Fibroadenom, eine gutartige Geschwulst, oder eine Zyste)
In diesem Fall ist in der Regel kein weiterer Eingriff nötig. Manchmal werden gelegentliche Kontrolluntersuchungen empfohlen, um die Veränderung im Blick zu behalten. Für die meisten Frauen endet der Prozess hier mit einer großen Erleichterung.bösartig
Das ist der Moment, den niemand erleben möchte. Doch keine Frau wird mit diesem Befund allein gelassen. Ab jetzt wird sie von einem spezialisierten Team aus verschiedenen Fachrichtungen begleitet, das gemeinsam mit ihr die nächsten Schritte plant.
Was bedeutet es, wenn Brustkrebs festgestellt wird?
Die Diagnose Brustkrebs ist erst einmal ein Schock. Aber: Brustkrebs ist heute, besonders wenn er früh entdeckt wird, in sehr vielen Fällen gut behandelbar und heilbar.
Die Behandlung wird individuell geplant, je nach Art und Stadium des Tumors, Alter und Gesundheitszustand sowie persönlichen Wünschen. Sie erfolgt idealerweise in einem zertifizierten Brustzentrum, wo verschiedene Fachrichtungen zusammenarbeiten (Chirurgie, Onkologie, Strahlentherapie, Pathologie, Psychoonkologie).
Die wichtigsten Bausteine der Behandlung:
Operation
Operation
Fast alle der betroffenen Frauen mit Brustkrebs werden operiert. Ist der Tumor klein, kann die Operation brusterhaltend durchgeführt werden – also nur der Tumor und umliegendes Gewebe werden entfernt. Ist das nicht möglich, zum Beispiel weil der Tumor zu groß ist oder es mehrere Tumore sind, kommt eine Mastektomie infrage. Dabei wird die gesamte Brust entfernt.
Strahlentherapie (Radiotherapie)
Strahlentherapie (Radiotherapie)
Nach einer brusterhaltenden Operation wird meist eine Strahlentherapie empfohlen, um verbliebene Krebszellen in der Brust abzutöten. Sie wird ambulant in Facharztpraxen oder in der Radiologieabteilung von Kliniken durchgeführt. Wie viele Sitzungen nötig sind, hängt vom individuellen Fall ab.
Medikamentöse Therapie
Medikamentöse Therapie
Je nach Tumortyp kommen verschiedene Medikamente zum Einsatz:
Chemotherapie: Medikamente, die schnell wachsende Zellen abtöten. Die Therapie findet häufig neoadjuvant statt, das heißt vor der Operation (etwa um einen großen Tumor zu verkleinern oder um bei aggressiven Krebsarten schon vorab mögliche winzige Metastasen zu bekämpfen). Eine adjuvante Chemotherapie beginnt vier bis sechs Wochen nach der Operation, um das Rückfallrisiko zu senken.
Antihormonelle Therapie: Viele Brustkrebsarten sind hormonabhängig. Das heißt, sie wachsen unter dem Einfluss von Hormonen, insbesondere Östrogen. Bestimmte Medikamente können diesen Mechanismus blockieren.
Zielgerichtete Therapien: Zielgerichtete Medikamente greifen gezielt Krebszellen an – aber nur, wenn der Tumor bestimmte Merkmale aufweist. Sind diese vorhanden, können die Medikamente das Wachstum der Krebszellen hemmen oder stoppen. Je nach Präparat werden diese Medikamente als Tablette eingenommen oder als Spritze bzw. Infusion verabreicht.
Immuntherapie: Bei manchen Formen kommt das eigene Immunsystem unterstützend zum Einsatz, um Krebszellen im Körper zu bekämpfen.
Psychoonkologische Begleitung
Eine Krebsdiagnose verändert nicht nur den Körper, sondern das ganze Leben: Gedanken, die sich im Kreis drehen, Ängste, schlaflose Nächte, das Gefühl, dass nichts mehr so ist wie vorher. All das verdient genauso viel Aufmerksamkeit wie die medizinische Behandlung.
Psychoonkologinnen und Psychoonkologen sind speziell dafür ausgebildet, Menschen in genau dieser Situation zu begleiten. Sie helfen dabei, mit Ängsten und Unsicherheit umzugehen, schwierige Gespräche zu führen und wieder etwas Boden unter den Füßen zu finden. In zertifizierten Brustzentren gehört diese Begleitung selbstverständlich zum Behandlungskonzept.
Dieser Beitrag dient der Information und ersetzt keine professionelle medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Wenn Du Fragen hast oder unsicher bist, wende Dich bitte an eine Ärztin, einen Arzt oder eine andere qualifizierte Fachkraft. Entscheidungen, die Du aufgrund dieser Informationen triffst, erfolgen auf eigene Verantwortung.
Quellen
Internetquellen
Internetquellen
Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V. (DGGG) & Deutsche Gesellschaft für Senologie e.V. (DGS). (2025). S3-Leitlinie: Früherkennung, Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms (AWM Registernr. 032 - 045OL). https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/032-045OL
Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). (2022). Überprüfung der Altersgrenzen im Mammografie-Screening-Programm: Abschlussbericht; Auftrag S21-01. https://www.iqwig.de/download/s21-01_altersgrenzen-im-mammografie-screening-programm_abschlussbericht_v1-1.pdf
Printquellen
Printquellen
Giampietro, R. R., Cabral, M. V. G., Lima, S. A.M., Weber, S. A. T., Dos Santos Nunes-Nogueira, V. (2020). Accuracy and Effectiveness of Mammography versus Mammography and Tomosynthesis for Population-Based Breast Cancer Screening: A Systematic Review and Meta-Analysis. Sci Rep 10(1). https://doi.org/10.1038/s41598-020-64802-x
Robert Koch-Institut. (2025). Krebs in Deutschland für 2021–2023. (15. Ausg.). Robert Koch-Institut. https://doi.org/10.25646/13129