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Moderne Wasserwellen: Glamouröse Retrofrisur neu entdeckt

dm-drogeriemarkt

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Lesedauer 4 Min.

2.1.2026

Eine Person mit welligem, kastanienbraunem Haar trägt ein grünes Oberteil und eine goldene Halskette vor einem dunkelroten Hintergrund

Sie steht für Glamour, Stil und eine Prise Vintage-Zauber – die Wasserwelle. Ob zu festlichen Anlässen, für den großen Auftritt oder einfach als Hommage an große Film- und Modeikonen: Die Wasserwelle zählt zu den eindrucksvollsten Frisuren aller Zeiten. Woher sie kommt, wie sie funktioniert – und wie Du sie selbst zu Hause stylen können? Das zeigen wir Dir im Beitrag.

Was ist eine Wasserwelle? 

Die Wasserwelle – auch als Fingerwelle bezeichnet – ist eine klassische Frisur, die in den 1920er-Jahren zum Symbol weiblicher Eleganz wurde. Wer an Flapper-Girls denkt, denkt automatisch an kurze Bobs und Wasserwellen kombiniert mit hellem Make-up, schmalen Augenbrauen, dunklen Lippen und puppenhaft-platziertem Rouge. Dieses Styling wurde in den 1920er-Jahren zur Symbolfrisur für Frauen, die Stil und Selbstbewusstsein verkörperten. Ikonen wie Marlene Dietrich, Josephine Baker oder später auch Veronica Lake machten die kunstvoll geformten Wellen einst weltberühmt. Charakteristisch ist die gleichmäßige S-Form der Wellen, die eng am Kopf anliegen und das Gesicht rahmen – ein Ausdruck von Stil, Weiblichkeit und Glamour. 

Heute erlebt die Wasserwelle ein stilvolles Comeback: Als moderner Retro-Look auf dem roten Teppich, bei Events, Hochzeiten oder auf dem Laufsteg ist sie wieder eine der beliebtesten Frisuren – mit einem Hauch Vintage-Kunst und absoluter Eleganz. 

Wir zeigen Dir, wie Du die Wasserwelle anstatt beim Friseur auch zu Hause selbst stylen kannst.

Vorbereitung: Was Du für die klassische Wasserwelle brauchst 

  • Einen feinzinkigen Kamm

  • Haarklammern oder Haarclips

  • Schaumfestiger

  • Haarspray oder Haargel mit starkem Halt 

  • Haarnadeln, Haarspangen oder ein Haarband (je nach Look) 

  • Ein Spiegel, bei dem Du auch den Hinterkopf sehen kannst 

Je nach Haartyp können zusätzlich eine Föhnhaube oder ein Diffusor beim Trocknen helfen. 

Schritt-für-Schritt-Anleitung: So kreierst Du die Wasserwelle zu Hause 

Eines vorweg: Wasserwellen legen geht einfacher zu zweit, es lohnt sich hier von vornherein jemanden um Hilfe zu bitten.  

Haare vorbereiten

Wasche Deine Haare und trockne sie leicht an – sie sollten noch feucht sein. Alternativ kannst Du sie mit einer Sprühflasche anfeuchten. Ziehe nur einen tiefen Seitenscheitel. Kämme das Haar glatt und Teile es mit großen Klammern in einzelne Haarpartien ab. 

Widme Dich der ersten Partie beim Seitenscheitel auf einer Seite

  • Halte den Kamm waagrecht zur Kopfhaut. 

  • Drücke mit einem Finger (Zeige- oder Mittelfinger) leicht oberhalb des Haaransatzes das Haar nach unten in Richtung Gesicht. 

  • Gleichzeitig drücke mit dem Kamm die darunterliegende Haarpartie nach oben – es entsteht die erste Wellenbewegung (die Wölbung nach unten). 

Fixieren mit Haarklammer

  • Klemme die entstehende Wölbung mit einer flachen Haarklammer fest – ideal sind sogenannte Wellenklammern – auch Wellenreiter genannt – oder Duck Clips. 

  • Wichtig: Die Klammer liegt waagrecht, nicht senkrecht! 

Zweite Wölbung formen

  • Direkt unter der ersten Welle drücke das Haar nun in die entgegengesetzte Richtung – diesmal leicht vom Gesicht weg. 

  • Wieder mit Kamm nachhelfen und mit dem Finger die Gegenbewegung halten. 

  • Wieder mit einer Klammer fixieren. 

Wiederholen

  • So formst Du nach und nach die charakteristische S-Form, immer im Wechsel nach vorn und zurück – wie eine geschwungene Linie. 

Unser Tipp für Anfänger 

  • Arbeite vor einem Spiegel mit seitlichem Licht – das hilft, die Tiefe und Form der Welle zu erkennen. 

  • Übe erst mit einer Haarpartie über dem Ohr – sie ist leicht zugänglich und verzeiht kleine Fehler. 

Trocknen

Lasse Dein Haar vollständig an der Luft trocknen oder verwende eine Föhnhaube oder einen Haarföhn mit Diffuser. Fixiere das Haar mit Haarspray. Erst dann entfernst Du vorsichtig die Klammern. 

Finish

Glätte die Wellen mit einem weichen Kamm, verwende etwas Glanzspray und fixiere den Look nochmals mit Haarspray. Optional: Haarspangen oder eine elegante Haarbrosche setzen stilvolle Akzente. 

Moderne Wasserwellen stylen: mit dem Glätteisen klappt’s auch 

Was Du für diese Variante benötigst:  

  • Hitzeschutzspray

  • Glätteisen (schmale Platten eignen sich am besten für präzise Arbeit)

  • Haarklammern zum Abteilen

  • Feinzinkiger Kamm

  • Bürste

  • Haarspray oder Stylingcreme

  • Glanzspray

Haare vorbereiten

  • Wasche und föhne Deine Haare komplett trocken. 

  • Trage ein Hitzeschutzspray auf. 

  • Kämme Deine Haare glatt und ziehe einen tiefen Seitenscheitel – das verleiht dem Look mehr Drama. 

Haarpartien abteilen

  • Teile das Haar in mehrere horizontale Schichten ein: Unterkopf, Mitte, Deckhaar. 

  • Stecke das obere Haar mit Clips hoch – Beginne unten. 

Erste Welle formen

  • Nimm eine ca. 3 cm breite Strähne

  • Setze das Glätteisen etwa 5–7 cm vom Haaransatz entfernt waagrecht an. 

  • Drehe das Eisen leicht nach außen (vom Gesicht weg) und halte diese Position für 2–3 Sekunden

  • Direkt darunter setzt Du das Glätteisen erneut an – diesmal drehst Du es nach innen (zum Gesicht hin)

  • So entsteht die typische S-Form – also eine geschwungene Wasserwelle. 

Weiterarbeiten

  • Wiederhole das Ganze Strähne für Strähne

  • Achten darauf, dass jede „Welle“ in der gleichen Höhe beginnt, damit der Look harmonisch wird. 

  • Für weichere Übergänge kannst Du nach dem Styling mit einem grobzinkigen Kamm leicht durchkämmen. 

Fixieren

  • Besprühe jede fertige Partie mit leichtem Haarspray. 

  • Für extra Glanz: ein Sprühstoß Glanzspray auf die Längen. 

Und noch ein paar Styling-Tipps 

  • Feineres Haar? Verwende vorher etwas Schaumfestiger – das gibt Struktur. 

  • Weniger Hitze, mehr Eleganz: Arbeite lieber mit mittlerer Temperatur, um Haarbruch zu vermeiden. 

  • Mehr Retro oder mehr Alltag? Du entscheidest! Für den Retro-Look: eng anliegend und mit Haarspange. Für Alltag: weicher und locker ausgebürstet. 

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Ende der Auflistung

Tipps & Tricks für perfekte Wasserwellen 

  • In der klassischen Variante: Arbeite immer mit leicht feuchtem Haar – auf trockenem Haar gelingt die Form schlechter. 

  • Verwende ein Haargel ohne Alkohol, um Austrocknung zu vermeiden. 

  • Für Einsteiger: Probiere die Technik zunächst am seitlichen Haaransatz, bevor Du dich an den Hinterkopf wagst. 

  • Je gleichmäßiger Du die Wellen legst, desto edler wirkt das Ergebnis. 

Wie lange hält eine Wasserwelle? 

Die Haltbarkeit der Wasserwelle hängt von Haartyp, Produktwahl und Technik ab. Klassisch gelegt (mit Haargel und Clips) hält der Look in der Regel 1–2 Tage – mit ausreichend Haarspray kann er auch eine Abendveranstaltung unbeschadet überstehen. 

Tipp: Wenn Du Deine Wellen über Nacht schützen willst, empfehlen wir ein Seidentuch, eine Seidenhaube oder ein sehr weiches Haarband. 

Für wen eignet sich die Wasserwelle? 

Grundsätzlich ist die Wasserwelle für viele Haartypen geeignet – ideal ist sie jedoch bei mittellangem bis langem, glattem oder leicht welligem Haar. Besonders vorteilhaft: eine dichte Haarstruktur, da die Welle dadurch voller wirkt. Bei sehr kurzem Haar kann der Look schwieriger umzusetzen sein – ein Friseur-Profi kann hier gezielt helfen. 

Was ist der Unterschied Wasserwelle vs. Dauerwelle 

Kurz: die Wasserwelle ist ein Styling. Die Dauerwelle eine permanente Veränderung der Haarstruktur.  

Wasserwelle

  • temporär 

  • Formgebung durch Stylingprodukte und Clips 

  • keine chemische Veränderung der Haarstruktur 

  • klassischer 20er-Jahre-Look 

Dauerwelle

  • dauerhaft (mehrere Wochen) 

  • Umformung durch chemische Prozesse 

  • eher für Locken bzw. Volumen geeignet 

  • nicht identisch mit der eng am Kopf liegenden S-Form der Wasserwelle 

FAQ rund um die Wasserwelle

Wie lange dauert das Styling einer Wasserwelle?

Das hängt von der Technik und Ihrer Übung ab. Eine klassische Wasserwelle kann 30 bis 60 Minuten dauern, besonders wenn Du mit Clips arbeitest. Mit dem Glätteisen geht es schneller – hier reicht oft schon eine halbe Stunde für den fertigen Look. 

Wasserwelle beim Friseur oder zu Hause – was ist besser?

Das kommt ganz auf den Anlass und Ihre Erfahrung an. 

Zu Hause gelingt die Wasserwelle mit etwas Übung und den richtigen Tools (Kamm, Clips, Glätteisen) durchaus selbst. Für besondere Events oder bei kurzem Haar empfiehlt sich jedoch der Besuch beim Friseur.

Friseur: Er oder sie kann die Form besonders präzise legen und den Look professionell fixieren. Zudem kennen Profis die besten Tricks, wie die Wasserwelle noch länger hält und sich perfekt an Ihre Gesichtsform anpasst.

Kann man Wasserwellen bei jedem Haartyp machen?

Grundsätzlich ja – ideal sind jedoch mittellange bis lange, glatte oder leicht gewellte Haare. Bei sehr lockigem oder feinem Haar braucht es mehr Vorbereitung. Bei sehr kurzem Haar ist oft die Hilfe eines Friseurs nötig. 

Hält die Wasserwelle auch ohne Haarspray?

Für ein sicheres Ergebnis wird Haarspray oder zumindest ein starkes Gel empfohlen. Ohne Fixierung verliert die Wasserwelle meist nach kurzer Zeit ihre Form – besonders bei feuchtem Wetter oder Bewegung. 

Ist die Wasserwelle schädlich fürs Haar?

Die klassische Variante mit Clips und Gel ist sehr schonend. Beim Einsatz von Glätteisen ist Hitzeschutz Pflicht, um Haarbruch oder Austrocknung zu vermeiden. Grundsätzlich gilt: Je weniger Hitze, desto besser für die Haarstruktur.