Frizz bei Haaren: Ursachen, Pflege & Tipps für frizzfreies Haar

dm-drogerie markt
Lesedauer 5 Min.
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23.12.2025

Frizz gehört zu den häufigsten Haarproblemen – unabhängig vom Haartyp. Ob glattes Haar, Wellen oder Locken: Abstehende, krisselige Haare können jedes Styling ruinieren. Die gute Nachricht: Mit der passenden Pflege, den richtigen Produkten und einfachen Alltagsroutinen lässt sich Frizz deutlich reduzieren, und zwar so:
Was ist Frizz und wie entsteht er?
Frizz beschreibt Haare, die unkontrolliert abstehen oder sich kräuseln. Ursache ist in den meisten Fällen eine aufgeraute Schuppenschicht: Die Haare verlieren Feuchtigkeit, reagieren empfindlich auf Luftfeuchtigkeit oder werden durch äußere Einflüsse wie Hitze und Reibung noch zusätzlich strapaziert.
Warum spielt Feuchtigkeit dabei so eine große Rolle?
Wenn dem Haar Feuchtigkeit fehlt, öffnet sich die Schuppenschicht und Wasserteilchen aus der Luft dringen ungehindert ein. Dadurch quellen die Haarfasern unterschiedlich stark auf, was zu dem typischen krausen Erscheinungsbild führt, die Haare kräuseln sich. Besonders bei hoher Luftfeuchtigkeit sind trockene oder strapazierte Haare anfällig für Frizz.
Was sind die Ursachen für trockenes Haar, das wiederum Frizz begünstigt?
- Heizungsluft im Winter: Entzieht der Luft – und damit auch dem Haar – Feuchtigkeit, sodass es spröde und anfälliger für Frizz wird.
- Salzwasser und Chlorwasser: Rückstände, die nicht gründlich ausgewaschen werden, legen sich auf die Haare, trocknen sie aus und rauen die Schuppenschicht auf.
- Zu heißes Föhnen oder Glätten: Dauerhafte Hitzeeinwirkung entzieht dem Haar seine natürliche Feuchtigkeit und kann die Struktur schädigen.
- Kalte Winterluft: Kälte in Kombination mit trockener Raumluft macht das Haar spröde und brüchig.
- Häufiges Waschen mit aggressiven Shampoos: Entzieht dem Haar wichtige Lipide und schwächt den natürlichen Schutzfilm.
- Chemische Behandlungen: Blondierungen, Dauerwellen oder häufiges Färben strapazieren die Haarstruktur stark.
- UV-Strahlung im Sommer: Sonnenstrahlen lassen die Schuppenschicht aufrauen, was den Feuchtigkeitsverlust verstärkt.
- Locken: Ja, richtig gelesen, lockiges Haar ist anfälliger für Frizz, weil es weniger eigene Fette aus der Kopfhaut in die Längen transportieren kann. Dadurch trocknen die Locken schneller aus und reagieren empfindlicher auf Luftfeuchtigkeit.
Kurz gesagt: Alles, was Feuchtigkeit entzieht oder die Schuppenschicht öffnet, kann trockenes Haar verursachen – und damit den perfekten Nährboden für Frizz liefern.
Produkte und Inhaltsstoffe gegen Frizz
Die richtige Pflege ist entscheidend, um Frizz langfristig zu vermeiden, aber welche Produkte helfen effektiv gegen Frizz in den Haaren? Die kurze Antwort: Vor allem feuchtigkeitsspendende Pflege(serien), Haaröle und schützende Stylingprodukte bekommen das Problem gut unter Kontrolle:
- Shampoos & Conditioner: Feuchtigkeitsspendende Formeln ohne aggressive Sulfate reinigen sanft und versorgen das Haar mit Nährstoffen.
- Leave-in-Produkte: Sprays, Seren oder Cremes glätten die Oberfläche und wirken wie ein Schutzschild gegen Feuchtigkeit.
- Haaröle: Arganöl, Kokosöl oder Jojobaöl sind ideal, um die Spitzen zu versiegeln und dem Haar Glanz zu verleihen.
- Anti-Frizz-Seren: Diese enthalten oft pflegende Öle oder Silikone, die das Haar geschmeidig machen und fliegende Härchen bändigen.
- Hitzeschutzsprays: Unverzichtbar beim Styling mit Föhn oder Glätteisen, da sie Haarbruch und Austrocknung vorbeugen.
Passende Produkte für Deine Haare
Styling-Tipps für frizzfreies Haar
Neben den passenden Produkten spielt die richtige Stylingtechnik ebenfalls eine Rolle, um Frizz langfristig zu vermeiden. So geht's:
Haare schonend trocknen
Haare schonend trocknen
Rubbeln mit dem Handtuch vermeiden – besser sanft ausdrücken oder ein Mikrofasertuch verwenden.
Sanftes Kämmen
Sanftes Kämmen
Mit einem grobzinkigen Kamm von den Spitzen nach oben arbeiten. Bei Locken hilft ein Entwirrspray.
Föhnen mit Bedacht
Föhnen mit Bedacht
Ionenföhne oder ein Diffusor sind besonders schonend. Verwende mittlere Temperatur und halte ausreichend Abstand.
Glätten ohne Schaden
Glätten ohne Schaden
Wenn Du ein Glätteisen nutzt, immer Hitzeschutz auftragen und eine möglichst niedrige Temperatur wählen.
Schützende Frisuren
Schützende Frisuren
Locker geflochtene Zöpfe oder Dutts helfen, Frizz vorzubeugen und das Haar vor Reibung zu schützen. Wenn Du möchtest, kannst Du auch über Nacht eine Satin-Cap oder ein Seidentuch umlegen, um die Haare zu schützen.
Marken für Deine Haarpflege
Anti-Frizz-Bürsten: praktische Helfer im Alltag
Eine gute Bürste kann ebenfalls einen Unterschied machen. Anti-Frizz-Bürsten sind speziell dafür entwickelt, fliegende Härchen zu bändigen und die Haaroberfläche zu glätten.
- Naturborsten wie Wildschweinborsten verteilen die natürlichen Öle der Kopfhaut bis in die Längen und verleihen Glanz.
- Ionen-Bürsten neutralisieren statische Aufladung und verhindern, dass Haare „fliegen“.
- Keramik- oder Tourmalin-Beschichtungen speichern Wärme beim Föhnen und verteilen sie gleichmäßig – so wird das Haar geschont und Frizz reduziert.
Für glattes Haar sind diese Bürsten ideal, um den natürlichen Glanz zu verstärken. Bei Locken solltest Du sie eher vorsichtig einsetzen, da Bürsten die Lockenform verändern können.
Wie kannst Du Frizz bei Deinem Haartyp vermeiden?
Glattes Haar
Glattes Haar
Leichte Anti-Frizz-Seren und Öle sind ideal, um Glanz zu verleihen, ohne das Haar zu beschweren. Auch Hitzeschutz vor dem Styling ist ein Muss.
Welliges Haar
Welliges Haar
Eine Kombination aus definierenden Stylingcremes und etwas Haaröl hilft, die natürliche Wellenstruktur zu betonen und Frizz zu verhindern.
Lockiges Haar
Lockiges Haar
- Leave-in-Conditioner und Curl-Cremes spenden intensive Feuchtigkeit und definieren die Locken.
- Ein Diffusor beim Föhnen verteilt die Luft sanft und verhindert, dass die Lockenstruktur aufbricht.
- Sogenanntes „Plopping“ mit einem Baumwollshirt sorgt für schonendes Trocknen und reduziert Frizz (Dabei werden die noch feuchten Haare in ein Baumwollshirt eingewickelt und so langsam getrocknet).
- Nicht trocken durchbürsten – Locken am besten im nassen oder feuchten Zustand mit einem grobzinkigen Kamm oder den Fingern entwirren.
Gibt es natürliche Hausmittel gegen Frizz?
Ja, auch Hausmittel können Frizz im Zaum halten, hier kommen die bekanntesten:
- Kokosöl oder Arganöl: Eine kleine Menge in die Spitzen einmassieren, um sie zu glätten.
- Aloe Vera Gel: Spendet Feuchtigkeit und sorgt für geschmeidige, glänzende Haare.
- Apfelessig-Spülung: Ein Schuss Apfelessig beim letzten Ausspülen der Haare schließt die Schuppenschicht und reduziert Frizz.
- Mineralwasser: Eine Spülung mit stillem Mineralwasser nach dem Waschen kann Frizz durch seinen niedrigen pH-Wert verringern.
Etabliere Deine sanfte Pflegeroutine für frizzfreies, gesundes Haar
Wenn Du dauerhaft weniger Frizz möchtest, setzt Du am besten auf eine abgestimmte Pflegeroutine für Deinen Haartyp – das Zauberwort dabei ist allerdings wirklich Routine:
- Regelmäßige Haarmasken: Einmal pro Woche oder bei Bedarf eine Feuchtigkeitskur oder ein Öl-Treatment einplanen.
- Sanfte Reinigung: Haare wenn möglich nicht täglich waschen, um sie nicht zu stark auszutrocknen und ein auf Deinen Haartyp abgestimmtes Shampoo verwenden.
- Schutz im Alltag: UV-Schutz im Sommer, Mützen im Winter und seidenbezogene Kopfkissen oder ein seidenes Kopftuch beim Schlafen können das Haar zusätzlich schonen.
- Gesunde Lebensweise: Eine ausgewogene Ernährung, genügend Wasser und wichtige Vitamine wie Biotin oder Zink stärken das Haar von innen.
Frizz ist zwar hartnäckig, lässt sich aber mit der richtigen Kombination aus Feuchtigkeit, schonender Pflege, passenden Produkten und natürlichen Helfern deutlich reduzieren. Egal ob glattes oder lockiges Haar: Eine individuell abgestimmte Routine macht den Unterschied. So wirkt Dein Haar geschmeidig, glänzend und bleibt möglichst lange frei von Frizz.







