Sterne basteln: Tipps & Inspiration

Sterne basteln für Weihnachten aus Papier

Eine weihnachtliche Dekoration ohne Sterne – undenkbar. Schließlich kommt in der Weihnachtsgeschichte ein Stern in prominenter Funktion vor, und zur „stillen Nacht“ gehören natürlich auch die funkelnden Himmelskörper dazu. Die sind mit überraschenden Materialien, die in jedem Haushalt zur Hand sind, schnell gemacht: Hier findest Du Anleitungen, wie Du rasch und einfach Sterne basteln kannst.

Back- und Butterbrotpapier-Sterne

Um aus Butterbrot- oder Backpapier weihnachtliche Dekoration zu falten, solltest Du Dir ein wenig Zeit nehmen. Koche Dir einen schönen winterlichen Tee, schalte Deine Lieblingsweihnachtsmusik ein und genieße die meditative Ruhe, während Du Sterne bastelst.

Materialliste

Für die dekorativen gefalteten Sterne benötigst Du folgendes Zubehör:

  • weißes Butterbrotpapier
  • braunes Backpapier
  • stabilen Karton oder Papier
  • Schere
  • Bleistift
  • Büroklammern oder Wäscheklammern
  • Nylonfaden
  • Nadel

Die Sterne bastelst Du jeweils aus drei verschieden großen, zusammengesetzten „Blumen“. Das geht folgendermaßen:

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Schritt 1: Vorbereitung

    Drucke zunächst die oben verlinkte Vorlage aus und übertrage die drei Formen auf den Karton. Du kannst auf Wunsch das Format anpassen. Wichtig ist, dass die Proportionen der drei Teile zueinander beibehalten werden.

  2. Schritt 2: Schablonen übertragen

    Schneide die Schablonen aus dem Karton aus, lege sie auf das Butterbrotpapier, zeichne sie nach und schneide von jeder Schablone sechs Papierblüten aus (insgesamt 18 Stück).

  3. Schritt 3: Ziehharmonika falten

    Nach dem Zuschneiden faltest Du diese längs im Zickzack zur Ziehharmonika zusammen. Anschließend knickst Du die gefalteten Elemente in der Mitte. Dann klebst Du mit einem Tropfen Klebstoff die kürzeren aufeinandertreffenden Seiten zusammen, sodass ein „Blütenblatt“ entsteht.

  4. Schritt 4: Stern zusammenfügen

    Die jeweils sechs „Blütenblätter“ einer Größe klebst Du an ihren äußeren kurzen Seiten zu einem Kreis zusammen. Tipp: Büro- oder Wäscheklammern helfen beim Fixieren, bis der Kleber getrocknet ist. Wiederhole diese Schritte für alle drei Schablonenformate. So erhältst Du drei einzelne Schneesterne.

  5. Schritt 5: Befestigung hinzufügen

    Lege die drei verschiedenen Größen der Reihe nach übereinander und klebe sie in der Mitte zusammen. Mit der Nadel befestigst Du zuletzt den Nylonfaden am Rand, sodass Du den Stern aufhängen kannst.

Tipp: Besonders schön sieht es aus, wenn Du in verschiedenen Größen mehrere braune und weiße Sterne basteln und damit einen ganzen „Sternenhimmel“ gestalten und dekorieren kannst.

Einfachen Stern selber machen

Einen attraktiven 3-D-Effekt erzeugst Du, indem Du Sterne aus Papier bastelst - zum Beispiel als Fensterdekoration oder für ein Mobile.

Materialliste:

  • gut faltbares Papier, zum Beispiel Zeitungs- oder Geschenkpapier
  • Vorlagen für verschiedene Sternformen (Wichtig: Die Sterne müssen eine ungerade Anzahl an Spitzen haben)
  • Bleistift
  • Schere
  • Lineal
  • Faden
  • Nähnadel

Schritt 1

Schneide zunächst unterschiedlich große Sterne aus der Vorlage aus und benutze diese als Schablone, indem Du beliebig viele Sterne aufs Papier überträgst und dort ausschneidest.

Schritt 2

Erzeuge dann den 3-D-Effekt, indem Du mit dem Lineal und der stumpfen Seite der Nadel von jeder Sternspitze bis zur gegenüberliegenden Kerbe eine Prägung ziehst. (Die Linien kreuzen sich in der Sternmitte).

Schritt 3

Falte nun alle Linien von der Spitze bis zum Schnittpunkt nach oben und vom Schnittpunkt bis zur Kerbe nach unten, um einen Kniff ins Papier zu bringen.

Schritt 4

Abschließend kannst Du die Sterne mit Fäden versehen und aufhängen.

Anleitung für Origami-Sterne  

Ein Stern geht auf – und Du hast ihn selbst gefaltet. Ein Origami-Stern gelingt auch Einsteigern in die japanische Papierfaltkunst und lässt sich vielfältig einsetzen: als Deko, Fenster- und Weihnachtsschmuck, für Geschenke und kreative Gesamtkunstwerke. 

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Schritt 1: Vorbereitung

    Zeichne auf einem 20 x 20 cm großen Papier mit Lineal und Bleistift sechs Quadrate zu je 6,5 x 6,5 cm und schneide diese aus. Tipp: Zeichne einfach zwei Reihen mit je drei Quadraten. Auf diese Weise erhältst Du sechs exakt gleich große Teile.

  2. Schritt 2: Quadrate falten

    Lege die Ecken eines Quadrats so übereinander, dass ein Dreieck entsteht. Jedes Quadrat wird später zu einem Zacken des Sterns.

  3. Schritt 3: Dreieck aufklappen

    Klappe das Dreieck wieder auf und falte zwei Ecken in Richtung der neu entstandenen Mittellinie. Es entsteht eine Papierdrachen-Form.

  4. Schritt 4: Dreieck umschlagen

    Schlage das überstehende Dreieck um, bis sich seine Spitze auf der Mittellinie befindet.

  5. Schritt 5: Seiten öffnen

    Öffnen die drei gefalteten Seiten wieder. Anschließend lässt sich das Dreieck nach innen klappen und wird von den beiden länglichen Seiten verdeckt.

  6. Schritt 6: Ecken falten

    Falte die beiden kürzeren Ecken links und rechts ebenfalls zu einem Papierdrachen: Dafür legst Du die Enden einfach Richtung Mittellinie.

  7. Schritt 7: Hälften aufklappen

    Klappe die eine Hälfte des Blattes auf und schlage ihre Ecke an der in Schritt 6 entstandenen Faltkante nach oben um.

  8. Schritt 8: Spitzen übereinander legen

    Drücke den unteren Bereich der Hälfte neben der Spitze an, damit er auf dem darunterliegenden Papier aufliegt. Nun schiebst Du die nach oben zeigende Ecke zurück nach unten, bis sich die Spitzen berühren. Es entsteht abermals eine Drachen-Form. Wiederhole den Schritt mit der anderen Hälfte.

  9. Schritt 9: Ecken nach oben drehen

    Falte die nach unten zeigenden Ecken seitlich nach oben.

  10. Schritt 10: Zacken falten

    Drehe das Papier um und falte es entlang der Mittellinie zusammen – fertig ist der erste Zacken.

  11. Schritt 11: Zusammenfügen

    Fahre auf dieselbe Weise mit den weiteren fünf Papierquadraten fort. Zum Schluss klebst Du die Zacken links und rechts an den Unterseiten zusammen.

Origami – Faltkunst mit Symbolwirkung

Wenn aus einem quadratischen Stück Papier mit geschickten Handgriffen ein Stern, ein Vogel oder gar ein Elefant wird, handelt es sich um Origami. Die Technik des Papierfaltens stammt aus Japan, wo sie ursprünglich zu zeremoniellen Zwecken zelebriert wurde: Spezielles, kunstvoll gefaltetes Papier diente als Geschenk an die Götter.

Über Jahrhunderte waren im Origami vor allem vergleichsweise einfache Formen verbreitet wie Kraniche, kleine Vögel oder eben Origami-Sterne. Das änderte sich in den 1940er-Jahren, als Akira Yoshizawa, einer der bekanntesten Origami-Meister der Neuzeit, seine vielfältigen, komplexen Origami-Modelle vorstellte. Seitdem falten Kinder und Erwachsene zum Beispiel auch Grashüpfer, Frösche, Krabben oder Ahornblätter.

Wusstest Du schon, dass viele Origami-Kunstwerke mehr sind als eine kreative Bastelarbeit? Zahlreiche klassische Origami-Figuren haben in Japan auch eine kulturelle Bedeutung. Sie sollen Glück bringen und symbolisieren Weisheit, Reichtum oder Hoffnung. So gilt etwa ein Kranich als Symbol für Frieden, eine Schildkröte steht für Weisheit und Langlebigkeit, der Frosch für finanzielle Freiheit.

Origami-Sterne – Glücksbringer in schillernden Farben

Und der Origami-Stern? Der steht in Japan für ein glückliches Leben sowie die Erfüllung von Wünschen und Träumen. Damit eignet sich Dein Bastelwerk hervorragend als kleines Mitbringsel, etwa als Deko an einem Weidenstrauß oder als Zierde auf einer Geschenkverpackung.

Mehr Ideen gesucht? Origami-Sterne glänzen auch bei diesen Gelegenheiten:

  • Ziehe einen Faden durch den oberen Teil einer Spitze und hänge die Sterne an den Weihnachtsbaum. Tipp: Lass Dich von unseren kreativen Bastelideen für Weihnachten inspirieren.
  • Fädle mehrere Origami-Sterne aneinander und hänge sie als Girlande ans Fenster.
  • Besonders kreative Exemplare, etwa aus farbenfrohem Glanzpapier oder mit kunterbunten Mustern, eignen sich wunderbar als Deko-Objekte. Arrangiere mehrere Sterne in einer großen Glasschale oder präsentiere sie hinter Glas in einem Objekt- oder Vitrinenrahmen.

Tipp: Gestalte Deine Origami-Sterne individuell passend zum gewünschten Einsatzzweck. Verwende für den perfekten Glamour-Effekt Glanzpapier, verziere das Bastelpapier mit Glitzerstiften, Wasserfarben oder versuche Dich an der Kunst des Handletterings.

 

Sterne basteln aus Toilettenpapierrollen

Diese Sterne bastelst Du, indem Du die Hülsen von Toilettenpapierrollen upcycelst. Fang am besten schon einige Zeit vor Weihnachten mit dem Sammeln an.

Materialliste

Schritt 1

Schneide die Toilettenpapierrollen in gleich breite Ringe. Je dünner die Ringe, desto filigraner die Sterne.

Schritt 2

Bemale die Ringe, zum Beispiel mit Gold- oder Silberfarbe, und lasse sie trocknen.

Schritt 3

Drücke die Ringe dann etwas zusammen, sodass daraus Ellipsen entstehen.

Schritt 4

Klebe jeweils fünf bis sieben Ellipsen an den Seiten so zusammen, dass sie einen Stern bilden.

Tipp: Kombiniere unterschiedlich große Ellipsen aus leeren Toilettenpapier- und Küchenrollen miteinander oder teile eine Ellipse in zwei Teile und klebe die kleinen in die größeren hinein.

Sterne herstellen aus Butterbrottüten

Sogar Butterbrottüten eignen sich als Ausgangsmaterial, wenn Du Sterne basteln möchtest.

Materialliste

  • sieben bis neun Butterbrottüten
  • Klebestift und Klebefilm
  • Schere
  • Locher
  • Faden oder Geschenkband

Schritt 1

Male mit dem Klebestift auf ein mit der Öffnung nach oben vor Dir liegendes Tüte mittig einen Strich von oben nach unten. Am geschlossenen Rand unten zeichnest Du einen Strich von links nach rechts.

Schritt 2

Klebe das nächste Tüte auf das erste und male auch dort das umgekehrte „T“ auf.

Schritt 3

Wiederhole dies, bis alle Tüten aufeinander kleben.

Schritt 4

Die Sterne bastelst Du, indem Du nun die obere Seite mit einem Zacken spitz zuschneidest.

Schritt 5

Nimm dann die erste und letzte Spitze des Stapels und fächer den Stern auf.

Schritt 6

Lege die äußeren Spitzen aufeinander, klebe diese mit etwas Klebeband zusammen und stanze dort ein Loch an die solchermaßen verstärkte Stelle.

Schritt 7

Ziehe zuletzt Geschenkband oder einen Faden zum Aufhängen durch.

Schritt 8

Fertig: Du hast aus Butterbrottüten einen Stern gebastelt.

Wir wünschen Dir viel Spaß beim Dekorieren Deines Heims und unterhaltsame Stunden, wenn Du aus Haushaltsmaterial individuelle Weihnachtsdekoration und Sterne bastelst.

Welches Papier für Sterne basteln?

Wenn Du Sterne basteln möchtest, verwende idealerweise eher dünnere Papiersorten, da sich stabile Varianten wie Tonpapier nur schwer falten lassen. Geeignet sind zum Beispiel gewöhnliches Druckerpapier, Bastelpapier oder Origami-Faltblätter. Weitere Bastelmaterialien sind wiederverwendetes Packpapier oder Geschenkpapier. Auch Butterbrot- und Backpapier eignen sich gut, wenn Du Sterne basteln möchtest.

Gibt es weitere weihnachtliche Papier-Bastelideen?

Mit den oben beschriebenen Techniken kannst Du aus Papier Sterne basteln. Alternative Ideen sind etwa „Schneekristalle“: Dazu wird ein quadratisches Stück Papier mehrfach diagonal gefaltet. Mit der Schere werden kleine Aussparungen in die Kanten geschnitten. Beim Auseinanderfalten zeigen sich originelle symmetrische Muster. Eine romantische Deko sind Weihnachtsengel aus ziehharmonikaartig gefaltetem Papier. Die obere Hälfte wird nach dem Falten mittig aufgeschnitten und zu „Flügeln“ aufgespreizt, mit einer Holzkugel als Kopf und Geschenkband stabilisiert.

Wie viele Blätter für Bascetta-Stern?

Ein Bascetta-Stern ist ein modular aufgebauter 3-D-Origami-Stern. „Wie viele Teile hat ein Bascetta-Stern?“, ist die erste Überlegung dabei. Wenn Du solche Sterne bastelst, benötigst Du dreißig quadratische Blätter Papier oder Origami-Bögen. Die Blätter werden mit einer trickreichen Technik zu kleinen Pyramiden gefaltet, die am Ende ineinandergesteckt werden können.