Warzen entfernen
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16.2.2026
Warzen – kleine, oft lästige Hautveränderungen, die nicht nur unangenehm aussehen, sondern manchmal auch Schmerzen verursachen können. Fast jede Person hat sie irgendwann einmal: sei es die typische Warze an der Fußsohle oder ein kleines Knötchen an der Hand. Obwohl sie harmlos scheinen, beeinträchtigen sie Deinen Alltag und Dein Wohlbefinden häufiger, als Du vielleicht denkst. Doch keine Sorge: Es gibt vielfältige Möglichkeiten, wie Du diese störenden Begleiter wieder loswirst – von altbewährten Hausmitteln bis hin zu modernsten medizinischen Behandlungen.
Was sind Warzen und wie entstehen sie?
Warzen kommen häufiger vor, als Du vielleicht denkst. Sie sind zwar in den meisten Fällen harmlos, können aber störend oder sogar schmerzhaft sein. Doch was passiert da eigentlich in Deiner Haut, wenn sich eine Warze bildet? Die Ursache liegt fast immer in einer Infektion mit humanen Papillomaviren (HPV). Diese Viren dringen in die oberste Hautschicht ein – meist durch kleine Verletzungen oder Risse in der Haut. Dort sorgen sie dafür, dass sich die Zellen rapide vermehren und die unschönen Hautwucherungen entstehen.
Das ausgeklügelte Spiel des Immunsystems ist dabei entscheidend: Manche Menschen sind anfälliger für Warzen als andere. Ein geschwächtes Immunsystem oder feuchte Bedingungen – zum Beispiel in Schwimmbädern oder Saunen – erhöhen das Risiko einer Ansteckung. Und ja, Warzen sind tatsächlich ansteckend. Durch direkten Hautkontakt oder gemeinsam genutzte Gegenstände wie Handtücher oder Schuhe können sie leicht übertragen werden.
Es gibt übrigens viele verschiedene Arten von Warzen, die sich nicht nur in ihrer Optik unterscheiden, sondern auch darin, wo und wie sie auftreten.
Welche Arten von Warzen gibt es?
Warze ist nicht gleich Warze – denn je nach Art des Virus und betroffener Stelle können sie sehr unterschiedlich aussehen. Hier sind die häufigsten Warzenarten, die Du vielleicht schon einmal gesehen oder sogar selbst erlebt hast:
Gewöhnliche Warzen (Verrucae vulgares)
Gewöhnliche Warzen (Verrucae vulgares)
Diese Art kennt vermutlich jeder. Sie treten meist an Händen und Fingern auf und sind oft rund, rau und fest. Ihre Oberfläche erinnert manchmal an einen Blumenkohl. Obwohl sie harmlos sind, können sie störend sein – besonders dann, wenn sie an häufig genutzten Stellen sitzen.
Dornwarzen (Verrucae plantares)
Dornwarzen (Verrucae plantares)
Dornwarzen entwickeln sich gerne an den Fußsohlen. Durch den Druck beim Gehen wachsen sie nach innen und können so unangenehme Schmerzen verursachen. Sie sehen oft aus wie flache, verhornte Stellen mit schwarzen Pünktchen – das sind kleine, verstopfte Blutgefäße.
Flachwarzen (Verrucae planae)
Flachwarzen (Verrucae planae)
Flachwarzen sind, wie der Name schon sagt, flacher als die meisten anderen Warzen. Sie treten gehäuft im Gesicht oder an den Händen auf und sind oft in Gruppen anzutreffen. Besonders Kinder und Jugendliche sind davon betroffen.
Feigwarzen (Condylomata acuminata)
Feigwarzen (Condylomata acuminata)
Feigwarzen erscheinen im Intimbereich und werden durch bestimmte HPV-Typen verursacht. Sie sind weich, eher feucht und oft hautfarben. Aufgrund ihrer Lage sollten sie unbedingt medizinisch behandelt werden – allein schon wegen eines erhöhten Ansteckungsrisikos.
Stielwarzen (Fibrome)
Stielwarzen (Fibrome)
Auch wenn sie oft Warzen genannt werden, gehören Stielwarzen eigentlich nicht zu den klassischen HPV-Warzen. Sie entstehen durch Veränderungen im Bindegewebe und treten meist an Hautfalten wie Hals oder Achseln auf.
Ganz gleich, welche Art von Warze Dich betrifft – die passende Behandlung findet sich für jedes Problem.
Professionelle Behandlungsmethoden
In der Regel helfen Hausmittel nicht – oder die Warze ist besonders hartnäckig. Keine Sorge, in der modernen Medizin gibt es zahlreiche professionelle Methoden, um Warzen effektiv und sicher zu entfernen. Diese reichen von konservativen Ansätzen bis hin zu Hightech-Lösungen. Hier sind die gängigsten Optionen:
Kryotherapie – Vereisung mit Stickstoff
Die Vereisung mit flüssigem Stickstoff gehört zu den bekanntesten und am häufigsten eingesetzten Methoden. Dabei wird die Warze bei sehr niedrigen Temperaturen „eingefroren“, was die betroffenen Hautzellen zerstört. Ein paar Tage nach der Behandlung bildet sich eine Blase, und die Warze fällt schließlich ab. Diese Methode ist schnell, birgt aber ein leichtes Risiko für Schmerzen oder kleine Narbenbildung.
Laserbehandlung
Bei der Lasertherapie wird die Warze gezielt mit einem Lichtstrahl behandelt, der die Blutgefäße der Warze erhitzt und verschließt. Das Gewebe stirbt nach und nach ab. Der Vorteil: Der Laser ist besonders präzise und kann auch schwer erreichbare Warzen entfernen. Allerdings sind mehrere Behandlungen nötig, und die Kosten können höher sein.
Chirurgische Entfernung
Wenn andere Methoden nicht fruchten, kann eine chirurgische Entfernung in Betracht gezogen werden. Dabei wird die Warze in der Regel unter örtlicher Betäubung einfach herausgeschnitten oder herausgeschabt. Diese Methode eignet sich vor allem für sehr große oder tiefsitzende Warzen, birgt aber ein Risiko für Narben.
Medikamentöse Behandlungen
In der Apotheke gibt es Salben oder Lösungen mit Wirkstoffen wie Salicylsäure oder Milchsäure. Diese lösen die oberen Hautschichten der Warze nach und nach ab, bis sie schließlich vollständig entfernt ist. Manchmal werden auch spezielle antivirale Cremes verschrieben, um die Ursache der Warzen zu bekämpfen.
Die Wahl der Behandlungsmethode hängt davon ab, wie groß, hartnäckig oder schmerzhaft die Warze ist – und natürlich davon, was für Dich am besten passt. Sprich am besten mit Deinem Hautarzt über die für Dich optimale Lösung.
Wann solltest Du einen Hautarzt aufsuchen?
Manchmal ist es besser, die Behandlung einer Warze nicht selbst in die Hand zu nehmen. Doch wann genau ist der Gang zum Hautarzt empfehlenswert? Es gibt einige Situationen, in denen Du nicht länger warten solltest. Wenn Du Diabetes hast, Medikamente zur Immunsuppression einnimmst oder die Diagnose unsicher ist, sollte die Abklärung früh erfolgen.
Warnsignale bei Warzen
Warnsignale bei Warzen
Eine Warze mag harmlos aussehen, aber es gibt Fälle, in denen Vorsicht angebracht ist. Wenn die Warze plötzlich ihre Farbe, Form oder Größe verändert, ist ein Arztbesuch unumgänglich. Auch wenn Rötungen, Blutungen oder starke Schmerzen hinzukommen, solltest Du nicht zögern. Diese Veränderungen können auf eine andere Hauterkrankung hindeuten, die abgeklärt werden muss.
Warzen im Gesicht oder Intimbereich
Warzen im Gesicht oder Intimbereich
Warzen, die an empfindlichen oder auffälligen Stellen wie dem Gesicht oder im Intimbereich auftreten, sollten stets professionell behandelt werden. Selbstversuche könnten die Haut reizen oder Narben hinterlassen. Ein Hautarzt verfügt über die nötige Erfahrung, um diese Warzen effektiv und möglichst narbenfrei zu entfernen. Wenn sich im Intimbereich plötzlich sehr viele neue Hautveränderungen zeigen oder die Stellen feucht, nässend oder wundartig wirken, sollte das zeitnah ärztlich abgeklärt werden – auch um sexuell übertragbare Infektionen auszuschließen.
Weitere Infos findest du bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.
Hartnäckige oder große Warzen
Hartnäckige oder große Warzen
Wenn Du eine Warze trotz mehrerer Behandlungsversuche nicht loswirst, ist es ebenfalls ratsam, professionelle Hilfe aufzusuchen. Ein Experte kann beurteilen, ob eine andere Behandlungsmethode sinnvoll ist – zum Beispiel eine Laser- oder Kryotherapie.
Bei Unsicherheiten
Bei Unsicherheiten
Nicht jede Hautveränderung ist direkt als Warze erkennbar. Sollte Dir eine Stelle an Deiner Haut seltsam vorkommen oder wenn Du unsicher bist, worum es sich handelt, hilft der Hautarzt schnell weiter.
Ein Arztbesuch gibt Dir nicht nur Sicherheit, sondern beugt auch möglichen Komplikationen vor. Dein Hautarzt ist die beste Anlaufstelle, um die Situation genau einzuschätzen und eine individuell passende Behandlung zu empfehlen.
Was hilft zur Vorbeugung von Warzen?
Warzen mag niemand – und das Beste ist natürlich, sie gar nicht erst entstehen zu lassen. Die gute Nachricht ist: Es gibt einiges, was Du tun kannst, um Dich wirksam vor der Entstehung von Warzen zu schützen.
Hygiene als Schlüssel
Warzenviren lieben feuchte und warme Umgebungen, wie sie in Schwimmbädern, Saunen oder Gemeinschaftsduschen häufig vorkommen. Um Dich zu schützen, solltest Du immer Badeschuhe tragen und vermeiden, barfuß auf solchen Oberflächen zu laufen. Achte außerdem darauf, immer Dein eigenes Handtuch zu verwenden, besonders wenn es um Füße und Hände geht.
Stärkung des Immunsystems
Ein gut funktionierendes Immunsystem ist Deine beste Waffe gegen Warzen. Ernähre Dich ausgewogen, treibe regelmäßig Sport und gönne Dir ausreichend Schlaf. Lebensmittel mit viel Vitamin C oder Zink können zusätzlich helfen, Dein Immunsystem zu stärken.
Hautpflege
Risse oder trockene Stellen auf der Haut bieten Viren eine perfekte Angriffsfläche. Achte deshalb darauf, Deine Haut mit Feuchtigkeit zu versorgen und Wunden immer gründlich zu reinigen und abzudecken.
Kontakt vermeiden
Warzen sind ansteckend. Vermeide deshalb direkten Hautkontakt mit infizierten Stellen bei anderen. Wenn Du selbst eine Warze hast, halte die Stelle mit Pflastern bedeckt, um das Risiko der Verbreitung zu minimieren. Gerade Hygieneartikel wie der Rasierer (für den Intimbereich) sollte nicht geteilt werden.
Gepflegtes Schuhwerk
Sichere und atmungsaktive Schuhe sind besonders wichtig, um Dornwarzen an den Fußsohlen vorzubeugen. Durch Schweiß und Reibung können kleine Verletzungen entstehen, die Viren leichter eindringen lassen.
Indem Du diese einfachen Vorsichtsmaßnahmen in Deinen Alltag integrierst, kannst Du Dein Risiko für Warzen deutlich reduzieren.
FAQ: Häufig gestellte Fragen zu Warzen
Was kosten professionelle Methoden zur Entfernung von Warzen?
Was kosten professionelle Methoden zur Entfernung von Warzen?
Die Kosten hängen stark von der Art der Behandlung und dem Aufwand ab. Eine Kryotherapie kann zwischen 30 und 150 Euro kosten, wohingegen eine Laserbehandlung oder chirurgische Entfernung teurer sein können. Die Kosten hängen von Methode, Praxis und Abrechnung (Kasse/privat) ab. Frage am besten vorab in der Praxis nach.
Sind Warzen ansteckend?
Sind Warzen ansteckend?
Ja, Warzen sind ansteckend – und zwar sowohl durch direkten Hautkontakt als auch durch gemeinsam genutzte Gegenstände wie Handtücher oder Schuhe. Daher ist es wichtig, Hygienemaßnahmen zu beachten, um eine Verbreitung zu verhindern.
Können Warzen von selbst verschwinden?
Können Warzen von selbst verschwinden?
In einigen Fällen ja. Besonders bei Kindern verschwinden sie oft von allein, wenn das Immunsystem sie erfolgreich bekämpft. Allerdings kann das Monate oder sogar Jahre dauern. Wenn die Warze Schmerzen verursacht oder stört, solltest Du eine Behandlung in Erwägung ziehen.
Müssen alle Warzen entfernt werden?
Müssen alle Warzen entfernt werden?
Nicht unbedingt. Solange sie keine Schmerzen verursachen oder sich nicht auffällig verändern, können sie häufig unbehandelt bleiben. Entscheidend ist immer Dein persönliches Empfinden. Bei Feigwarzen sollte immer eine Behandlung stattfinden.
Wie lange dauert es, eine Warze loszuwerden?
Wie lange dauert es, eine Warze loszuwerden?
Das hängt von der Methode ab. Bei professionellen Behandlungen wie der Kryotherapie oder Laserbehandlung können mehrere Sitzungen in Abständen von etwa 2 bis 6 Wochen notwendig sein. Bei Eigenbehandlungen mit Salben oder Säuren kann es Wochen bis Monate dauern.