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Thymian

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Lesedauer 6 Min.

27.10.2025

Thymianzweige auf einem Holzbrett

Thymian lässt mit seinem aromatischen Duft im Nu mediterranes Flair aufkommen. Das beliebte Gewürz ist zudem eine anspruchslose, wohlduftende Gartenpflanze, während die Naturheilkunde echten Thymian als Heilkraut schätzt. Dieser Beitrag gibt Ihnen einen Überblick über die wichtigsten Sorten sowie Tipps zu Verwendung und Pflege dieser vielseitigen Pflanze.

Welche Thymianarten gibt es?

Thymian ist auf der ganzen Welt verbreitet. Die meisten der über 300 Arten kommen im milden, trockenen Klima des Mittelmeerraums vor. In Italien, Spanien, Griechenland und Südfrankreich finden Sie zahlreiche Vertreter dieser Gattung. Am bekanntesten ist der Echte Thymian (Thymus vulgaris). Er wurde im Mittelalter durch Benediktinermönche über die Alpen gebracht und in Klostergärten kultiviert. In Deutschland wächst Echter Thymian nicht auf freiem Feld. Dafür sind hier andere wildwachsende Thymianarten heimisch. Dazu gehören vor allem

  • Feld-Thymian oder Quendel (Thymus pulegioides)
  • Sand-Thymian (Thymus serpyllum)
  • Frühblühender Thymian (Thymus praecox)
  • Alpen-Thymian (Thymus alpinus)

Neben diesen natürlichen Arten gibt es noch durch Zucht entstandene Sorten und Hybriden. Bekannt sind hierbei Thymian-Sorten wie

  • Italienischer Orangenthymian (Thymus vulgaris var. fragrantissima)
  • Kokosthymian (Thymus species 'Kokos')
  • Zwergthymian (Thymus vulgaris var. Compactus)
  • Französischer Thymian (Thymus vulgaris var. Fleur Provencale)

Dagegen ist der hybride Zitronenthymian (Thymus × citriodorus) eine Kreuzung aus echtem Thymian (Thymus vulgaris) und Quendel (Thymus pulegioides).

Merkmale und Eigenschaften der einzelnen Arten

Die Familie der Thymiangewächse ist bunt und vielfältig. Je nach Art und Sorte unterscheiden sich die Pflanzen zum Teil erheblich voneinander:
Echter Thymian (Thymus vulgaris) hat einen buschigen, aufrechten Wuchs und wird 10 bis 50 Zentimeter hoch. Dagegen bildet Quendel dichte Polster, während Sand-Thymian für seinen kriechenden Wuchs bekannt ist.

Auch beim Duft gibt es Unterschiede:

  • Thymus vulgaris punktet mit kräftig ausgeprägtem Thymian-Aroma
  • Zitronenthymian (Thymus × citriodorus) besticht mit einer feinen Zitronennote
  • Kokosthymian (Thymus species 'Kokos') duftet leicht nach Kokos
  • Italienischer Orangenthymian (Thymus vulgaris var. fragrantissima) besitzt die Duftnote Bitterorange

Alle Thymian-Varianten gehören zur Familie der Lippenblütler. Gemeinsam haben sie die stark verzweigten Triebe mit kleinen, an der Unterseite leicht behaarten Blättchen. Die Blüten sind rosa, weiß oder lila und sitzen in kleinen, dichten Büscheln, die wie Ringe um den Stängel herum angeordnet sind (Scheinquirle).

Welche gesundheitlichen Vorteile bietet Thymian?

Thymian ist seit vielen Jahrhunderten als Heilpflanze bekannt. Schon die alten Griechen verwendeten ihn wegen seines wohlriechenden Rauchs als Speiseopfer für die Götter. Vielleicht stammt sein Name aus dieser Zeit, denn das griechische Wort „thysia“ bedeutet so viel wie „Rauch erzeugen“. Eine zweite Theorie leitet die Bezeichnung Thymian von dem Wort „thymos“ ab, das für Mut, Lebenskraft und Gemüt steht.
Der betörende Duft der Gewürzpflanze kommt von den Inhaltsstoffen Thymol und Cavacrol. Sie sind sekret- und krampflösend sowie antibakteriell. Daher ist Thymian oft Bestandteil von etwa

  • Erkältungstees
  • Hustenbonbons oder
  • Erkältungsbädern.

Du kannst ihn überdies als Mundspülung oder zum Gurgeln nutzen, denn er wirkt unterstützend bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum. Die krampflösende Wirkung ist dagegen hilfreich bei Verdauungsproblemen und Völlegefühl.

Wie pflanzt und pflegt man Thymian richtig?

Möchtest Du Thymian im Garten kultivieren, brauchst Du einen sonnigen, hellen und warmen Standort mit nährstoffarmem, trockenem Boden. Optimal sind zum Beispiel

  • Steingärten
  • Trockenmauern oder
  • Böschungen.

Die Pflanze gedeiht auch in Kräuterbeeten und in Blumentrögen. Verwende hierfür ein möglichst durchlässiges, sandiges Substrat und vermeide Staunässe.
Möchtest Du eine attraktive Kräutermischung in Balkonkasten oder Hochbeet ziehen, kombiniere Thymianpflanzen mit anderen sonnenliebenden Arten wie

  • Lavendel
  • Rosmarin
  • Salbei
  • Ysop oder
  • Bohnenkraut.

Diese Arten bevorzugen ebenfalls magere, trockene bis halbtrockene Böden und lassen sich daher ausgezeichnet zusammen pflanzen. Gemeinsam bilden sie übrigens eine hervorragende Nahrungsquelle für Wildbienen und Schmetterlinge.

Das solltest Du bei der Pflege beachten

Thymian ist eine pflegeleichte Topf- und Gartenpflanze. Er benötigt wenig Wasser oder Dünger. Schneide seine Zweige im Frühjahr um ein Drittel oder die Hälfte zurück, treibt er nach dieser Verjüngungskur wieder kräftig aus und bildet viele Triebe mit grünen Blättern.
Möchtest Du Deinen Thymian den Winter über im Freien lassen, benötigst Du winterharte Arten. Dazu zählt:

  • Echter Thymian (Thymus vulgaris)
  • Quendel (Thymus pulegioides)
  • Frühblühender Thymian (Thymus praecox)
  • Alpen-Thymian (Thymus alpinus)

Diese Arten vertragen Fröste bis -20 °C. Lediglich bei Dauerfrost ohne Schnee benötigen sie eine Schutzschicht aus Tannengrün, Stroh oder Reisig.
Topf- und Kübelpflanzen umhüllst Du in der kalten Jahreszeit am besten mit einem Jutesack oder Luftpolsterfolie, um den Wurzelballen vor zu großer Kälte zu schützen.

Wie kann Thymian in der Küche verwendet werden?

Thymian ist essbar und Bestandteil vieler Gewürzmischungen aus der südfranzösischen, italienischen und griechischen Küche. Er verfeinert

  • Fisch- und Fleischgerichte
  • Mediterranes Gemüse
  • Kartoffelspeisen und
  • Meeresfrüchte.

Des Weiteren würzt Du damit Soßen, Dips, Quark, Frischkäse sowie Pasta- und Pizzasaucen.

Wie trocknet und lagert man Thymian?

Die Inhaltsstoffe des Thymians befinden sich überwiegend in den ätherischen Ölen, die in Blättern und Blüten enthalten sind. Die Konzentration an Thymol und Cavacrol ist kurz vor der Blütezeit besonders hoch. Je nach Art und Sorte blüht die Pflanze zwischen Mai und Oktober. Daher sind Frühsommer und Herbst zum Schneiden der Triebe ideal.
So gehst Du vor:

  • Schneide die Ästchen nur von trockenen Pflanzen, da Tau, Regen- oder Gießwasser die Zersetzung der Inhaltsstoffe fördert.
  • Entferne abgestorbene Pflanzenteile und welke Blätter.
  • Bündele die Triebe zu kleinen Sträußen und hänge sie kopfüber an einem dunklen, gut belüfteten Ort bei 20 bis 30 Grad Celsius auf.
  • Alternativ kannst Du die Zweige auch auf einen Bogen Backpapier geben und lufttrocknen oder bei etwa 30 Grad und leicht geöffneter Ofentür in den Backofen geben.

Lassen sich die raschelnden Blätter zwischen den Fingern zerreiben, ist der Thymian fertig getrocknet. Streife nun die Blätter von den Stielen und fülle sie zur Aufbewahrung in luftdichte, lichtundurchlässige Behälter. So lässt sich das Kraut bis zu zwei Jahre lagern.

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