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Graue Haare

dm-drogerie markt

Lesedauer 6 Min.

15.1.2026

Im Laufe der Zeit entdecken die meisten von uns das ein oder andere graue Haar. Ob wir früher oder später ergrauen, ist genetisch bedingt. Daher kann der Prozess auch nicht beeinflusst werden. 
Häufig fällt die Entscheidung darauf, das Haar farblich zu behandeln. Doch das muss nicht unbedingt sein. Nach vielen Jahren des Färbens entscheiden sich immer mehr Menschen zu ihrem grauen Haar zu stehen und lassen die gefärbten Haare herauswachsen oder fangen gar nicht erst an, sie zu färben. Auch graues oder weißes Haar hat seinen Charme, wirkt natürlich und kann mit ein paar Handgriffen ganz einfach veredelt werden. 

Warum werden Haare grau?

Graue Haare verbinden wir meist mit dem Älterwerden. Wann wir ergrauen hängt aber noch von einigen weiteren Faktoren ab. Wenn das Haar mit der Zeit "ergraut", ist das auf eine geringere Produktion des Pigments Melanin zurückzuführen. Für die Bildung des Melanins sind die Melanozyten verantwortlich. Statt der bisherigen Farbpigmente, enthält das Haar nun farblose Pigmente.

Im Zusammenspiel mit der ursprünglichen Haarfarbe und den farblosen Haarsträhnen ergibt sich nun eine gräuliche Farbe. Daher spricht man im Fachjargon nicht von grauen Haaren, sondern von weißem Haar. Möchte man die Strähnchen mit einer Haarfarbe kaschieren, ist es gut zu wissen, wie hoch der Weißanteil ist.

Wie hoch ist mein Weißanteil?

Meist beginnt der Prozess des Ergrauens an den Schläfen und den Seiten - also gerade dort, wo diese am meisten sichtbar sind. Hier handelt es sich größtenteils um einen Weißanteil von 0 bis 30 %. Bei vereinzelten grauen Haaren fällt auch deren Abdeckung nicht schwer. Häufig reicht hier eine Tönung aus.

Hat man einen Anteil von ca. 50 % weißer Haare, sind diese schon deutlich erkennbar, insbesondere dann, wenn die ursprüngliche Haarfarbe etwas dunkler ist. Hier helfen Intensiv-Tönungen oder oxidative Haarfarben weiter.

Ab 70 % Weißanteil sind die unpigmentierten Haare schon deutlich zu erkennen. Um einen solchen Weißanteil zu kaschieren, wird eine oxidative Haarfarbe verwendet. Beim Färben sollte für eine optimale Deckkraft nicht an Farbe gespart werden. Auch die Einwirkzeit ist beim Färben entscheidend.

Bei 90 bis 100 % nicht pigmentierten Haaren sind nur noch einzelne Haare erkennbar, die der ursprünglichen Naturhaarfarbe entsprechen. Nicht jeder wird mit den Jahren komplett weiß – wir finden, dass nichts dagegenspricht, Deine einzigartige Haarfarbe zu zeigen – ganz ohne färben.

In ihrer Struktur unterscheiden sich die farblosen Haare von den Strähnen der eigentlichen Haarfarbe. Sie sind meist dicker sowie härter und dadurch auch widerstandsfähiger. Dadurch gelingen auch Farbbehandlungen, also die Einlagerung künstlicher Pigmente, meist schwerer. 

Graue Haare veredeln

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten graues bis weißes Haar aufzupeppen. Erste Wahl sind meist Silberprodukte. Ein Silbershampoo kann bei einem leichten Gelbstich schnell Abhilfe schaffen. Da graues Haar meist störrischer ist, empfehlen wir zusätzlich zum Shampoo auf eine Silber Kur zurückzugreifen. Je nach Einwirkzeit ist das Ergebnis sanft bis intensiv – in jedem Fall helfen diese Produkte, ein klares und strahlendes Grau auf Deinen Kopf zu zaubern. Auch Schaumfestiger mit violetten oder bläulichen Pigmenten helfen, ein schönes Grau zu erzielen. Toller Nebeneffekt: Auch ein Tönungsschaum gibt dem Haar Halt, es lässt sich dadurch besser frisieren.

Graue Haare mit Strähnchen aufpeppen

Zwar sind Strähnchen etwas aufwendiger als eine einheitliche Farbe, jedoch bieten sie viele Vorteile – gerade bei grauem Haar. Zum einen kann durch geschickt platzierte Strähnen die Natürlichkeit der Haarfarbe erhalten werden. Beim einheitlichen Färben wirkt das Ergebnis häufig aufgesetzt, wenn nicht der passende Ton getroffen wird.
Zum anderen entsteht beim Rauswachsen der Highlights kein harter Ansatz, sondern er geht fließend mit der Farbe ineinander über. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass Du Deine Haare nicht so häufig färben musst.
Da die Farbmasse nicht in direkten Kontakt mit Deiner Haut gelangt, raten wir bei empfindlicher Kopfhaut zu Strähnen.

Stark ergrautes Haar mit Farbe abdecken

Hast Du bereits stark ergrautes Haar, hilft meist nur eine klassische Farbe. Dabei wählt man idealerweise eine Basishaarfarbe ohne Nuance, da diese meist eine bessere Deckkraft besitzen, anstatt Farben mit einer Starken Nuancierung, wie einem roten Unterton. Achte hier besonders auf die Hautverträglichkeit und wähle wenn möglich ein sanftes Produkt ohne Ammoniak. Trage ausreichend Farbcreme auf, um eine möglichst hohe Deckkraft zu erzielen. Bitte im Zweifelsfall Deinen Friseur um Rat.

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Farbe herauswachsen lassen

Du hast das ständige Färben des grauen Ansatzes satt und möchtest zu Deiner Naturhaarfarbe stehen? Das schont nicht nur den Geldbeutel, sondern hält Dein Haar auf Dauer auch gesünder.
Doch ganz so einfach geht es mit dem Herauswachsen lassen der Farbe häufig nicht. Um den starken Kontrast zwischen dunkel gefärbtem Haar und dem weißen oder grauen Ansatz zu vermeiden, ist ein wenig Durchhaltevermögen gefragt. Unsere Lösung: auf Strähnchen setzen.

Anstatt den Ansatz immer wieder komplett nachzufärben, wird Dir mit feinen Strähnchen das Herauswachsen um einiges leicht fallen. So kannst Du auf eine natürliche Weise Deinen Ansatz kaschieren. Bei kurzen und hellen Haaren fällt das Herauswachsen lassen der Farbe meist leichter als bei einer dunklen Haarfarbe und langem Haar.
Eine andere Möglichkeit ist es, auf eine Tönung zu setzen, die sich mit der Zeit wieder heller wäscht. Probiere es aus und lass Dich bei Deinem Friseur beraten.