Peptid-Serum
dm-drogerie markt
Lesedauer 5 Min.
•
24.2.2026
Pralle, faltenfreie Haut mit einem gesunden Glow: Das wünschen sich die meisten Frauen. Die moderne Kosmetik kennt viele Wirkstoffe, die das Hautbild verfeinern, Falten mildern, das Gewebe straffen und die vorzeitige Hautalterung aufhalten können. Peptid-Serum ist eines dieser „Wundermittel“, die aktuell häufig empfohlen und viel diskutiert werden. Wir verraten Dir, was es mit dem Inhaltsstoff auf sich hat und welche Effekte Du erwarten darfst.
Was sind Peptide?
Peptide sind kleine Ketten von Aminosäuren – das sind die winzigen Bausteine, aus denen Proteine bestehen. Stell sie dir wie Perlen auf einer Schnur vor, wobei die kurze Schnur Peptide genannt wird, und wenn die Schnur richtig lang wird, nennen wir sie Protein.
Jetzt fragst du dich sicher: Was hat das mit meiner Haut zu tun? Ganz einfach: Unsere Haut besteht zu einem großen Teil aus Proteinen, und eines der wichtigsten ist das Kollagen. Dieses Protein sorgt dafür, dass die Haut straff und elastisch bleibt.
Peptide sind in der Hautpflege interessant, weil sie mehr können als nur Bausteine liefern. Je nachdem, welche Peptide verwendet werden, können sie die Haut beruhigen, ihr Feuchtigkeit spenden, den Hautton ausgleichen oder sogar für eine Straffung sorgen. Manche Peptide wirken wie kleine Botschafter, die der Haut signalisieren, mehr Kollagen zu produzieren – also quasi eine Aufforderung zum Aktivwerden.
Ob all diese Wirkstoffe aber wirklich tief genug in die Haut gelangen, damit wir die versprochene Wirkung sehen, ist nicht ganz sicher. Die Wissenschaft diskutiert noch darüber. Trotzdem setzen viele Kosmetikerinnen und Pflegeprodukte auf Peptide, weil sie vielversprechend sind und keine großen Nebenwirkungen haben.
Wie wirkt Peptid-Serum auf die Haut?
Die Wirkung von Peptiden in der Hautpflege als Anti-Aging-Wirkstoff ist nicht so deutlich wie bei manchen anderen Wirkstoffen. Trotzdem ist es empfehlenswert, die Proteinbausteine in eine Tages- oder Nachtpflege zu integrieren. Lies deshalb am besten die Produktbeschreibung, um zu erfahren, welche Peptide im jeweiligen Produkt enthalten sind und welche Wirkung sie haben sollen. Die meisten Anbieter fügen dem Peptid-Serum zudem weitere Anti-Aging-Komponenten hinzu. Die Seren enthalten also häufig zusätzlich einen oder mehrere der folgenden Stoffe:
- Hyaluronsäure
- Retinol (Vitamin A)
- Vitamin C
- Niacinamid (Vitamin B3)
- Vitamin E
Die Eiweißbausteine sollen den Zellstoffwechsel anregen und die Kollagenproduktion steigern. Kosmetologen setzen Peptide gerne zur Milderung von Augenfältchen, im Volksmund „Krähenfüße“ genannt, ein.
Wie oft wende ich ein Peptid-Serum an?
Anders als etwa ein hochkonzentriertes Retinol-Serum, an das Du Deine Haut langsam gewöhnen solltest, sind Peptide als Hautpflegeprodukt unkompliziert. Wie oft Du ein Peptid-Serum nutzt, kommt auf Deine bereits etablierte Hautpflegeroutine und die Inhaltsstoffe des Serums an.
Je nach Wirkstoffzusammensetzung bestehen jedoch unterschiedliche Empfehlungen, wie das Peptid-Serum optimal in die Pflegeroutine eingebunden werden sollte:
- Da Vitamin A die Haut lichtempfindlich macht, ist ein Peptid-Serum mit Retinol ideal zur Nachtpflege geeignet.
- Vitamin C ist ein toller Begleiter im Peptid-Serum, schließlich regt das Vitamin auch die Kollagenproduktion an. Du kannst es morgens und abends nutzen.
- Kombinierst Du Peptide dagegen mit BHA (Salicylsäure) oder AHA (Alpha-Hydroxy-Säure wie Milchsäure, Fruchtsäure oder Glycolsäure), steigt wieder die Lichtempfindlichkeit und der Abend ist ideal.
- Peptid-Serum mit Hyaluronsäure ist ein feuchtigkeitsspendender Allrounder, der vor der Tagescreme und Nachtcreme angewendet werden kann.
- Niacinamid ist ebenso unkompliziert wie Peptide und lässt sich morgens und abends problemlos mit allen anderen Wirkstoffen kombinieren.
Tipp: Um unterschiedliche Wirkstoffe zu nutzen und die Haut nicht zu reizen (etwa bei Retinol), kann es sinnvoll sein, verschiedene Seren im Wechsel zu benutzen.
Tipps & Tricks für die Nutzung
Seren wie ein Peptid-Serum, zum Beispiel vom dm, kannst Du auf unterschiedliche Arten anwenden. In der Pflegeroutine kommen diese Produkte nach der Reinigung und vor der Feuchtigkeitscreme zum Einsatz. Ideal ist es, die Haut vorher mit einem Toner zu behandeln, um für Feuchtigkeit zu sorgen und den pH-Wert auszugleichen.
Für die Anwendung gibst Du einige Tropfen Peptid-Serum auf das Gesicht und arbeitest es sanft mit kreisenden und klopfenden Bewegungen ein. Alternativ kannst Du das Serum auch zwischen Deinen Handflächen verteilen, es erwärmen und die Hände dann leicht auf Dein Gesicht drücken. Ebenso ist es möglich, das Peptid-Serum mithilfe eines Gesichtsrollers einzuarbeiten und die Pflege mit einer Massage zu verbinden.
Falls Du ausreichend Zeit hast, solltest Du dem Serum 15 bis 20 Minuten Zeit geben, um seine volle Wirkung zu entfalten, bevor Du Deine Tages- oder Nachtcreme aufträgst.
Denke dabei auch daran, dass nicht nur die Haut im Gesicht Informationen über Dein Alter verrät: Hals, Dekolleté und Handrücken sind ebenso empfindlich und der Witterung ausgesetzt. Diese Hautpartien benötigen deshalb ebenfalls reichhaltige Pflege. Ein Peptid-Serum ist auch für diese Bereiche bestens geeignet.
FAQ
Reicht ein Peptid-Serum allein aus?
Reicht ein Peptid-Serum allein aus?
Ein Serum liefert konzentrierte Wirkstoffe, ersetzt aber nicht die Feuchtigkeitscreme, die die Haut schützt und pflegt. Die beste Wirkung erzielst du, wenn du Serum und passende Tages- oder Nachtcreme kombinierst.
Ab welchem Alter lohnt sich die Nutzung eines Peptid-Serums?
Ab welchem Alter lohnt sich die Nutzung eines Peptid-Serums?
Peptide sind nicht nur für reife Haut interessant, sondern können bereits ab Ende 20 oder Anfang 30 sinnvoll sein, um ersten feinen Linien vorzubeugen oder sie zu mildern.
Kann ich Peptid-Serum mit anderen Wirkstoffen kombinieren?
Kann ich Peptid-Serum mit anderen Wirkstoffen kombinieren?
Grundsätzlich ja, jedoch sollte bei Retinol oder Fruchtsäuren das Peptid-Serum eher abends angewendet werden, während Vitamin C und Niacinamid meist problemlos morgens oder abends genutzt werden können. Bei empfindlicher Haut empfiehlt es sich, neue Wirkstoffe langsam einzuführen.
Merke ich die Wirkung des Serums sofort?
Merke ich die Wirkung des Serums sofort?
Ein erstes glatteres und gut durchfeuchtetes Hautgefühl kann schnell spürbar sein. Für sichtbare Verbesserungen bei Fältchen und Hautelastizität solltest du jedoch mit mehreren Wochen bis Monaten regelmäßiger Anwendung rechnen.
Kann ich Peptid-Serum auch an anderen Hautpartien anwenden?
Kann ich Peptid-Serum auch an anderen Hautpartien anwenden?
Ja, das ist sogar ratsam, da Hals, Dekolleté und Hände besonders empfindlich sind und sichtbare Zeichen der Hautalterung zeigen.
Woran erkenne ich ein gutes Peptid-Serum?
Woran erkenne ich ein gutes Peptid-Serum?
Gute Produkte zeichnen sich dadurch aus, dass Peptide weit vorne in der Inhaltsstoffliste stehen, das Serum unterstützende Wirkstoffe wie Hyaluronsäure oder Niacinamid enthält und der Hersteller transparent über die Art der verwendeten Peptide und deren Wirkung informiert.
Was tun, wenn ich bereits andere Anti-Aging-Wirkstoffe nutze?
Was tun, wenn ich bereits andere Anti-Aging-Wirkstoffe nutze?
Du kannst das Peptid-Serum an anderen Tagen als die stärkeren Wirkstoffe verwenden oder morgens Peptide und abends Retinol und Säuren auftragen, um die Haut nicht zu reizen.
Ist ein teures Peptid-Serum automatisch besser?
Ist ein teures Peptid-Serum automatisch besser?
Nein, Qualität hängt vor allem von der Formulierung, der Konzentration und Art der Peptide sowie der Hautverträglichkeit ab. Auch preiswerte Produkte können sehr wirksam sein.
Brauche ich Peptide unbedingt?
Brauche ich Peptide unbedingt?
Peptide sind keine Pflicht, aber eine wertvolle Ergänzung. Sie können gut mit anderen Wirkstoffen kombiniert werden und helfen, die Hautpflege zu optimieren.