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Kardamom: Der Duft von Fernweh und feiner Küche

dm-drogeriemarkt

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Lesedauer 5 Min.

9.1.2026

Eine Schale mit grünen Kardamomkapseln auf einem Tisch, umgeben von Sternanis, Zimtstangen und Nelken

Er ist süßlich-würzig, zitrusfrisch und leicht scharf – und gehört zu den ältesten und edelsten Gewürzen der Welt: Kardamom. Ob im würzigen Curry, im aromatischen Chai oder als duftende Note im Gebäck – das „grüne Gold“ aus dem Orient begeistert seit Jahrtausenden auf der ganzen Welt. Doch was ist Kardamom genau? Was macht ihn so besonders? Und wie wird er beim Kochen und Würzen verarbeitet? 

Herkunft und Geschichte von Kardamom

Kardamom gehört zur Familie der Ingwergewächse und stammt ursprünglich aus den tropischen Regenwäldern Südindiens und Sri Lankas. Bereits in der Antike war das aromatische Gewürz äußerst begehrt: Die Ägypter nutzten es zur Mundhygiene, die Griechen parfümierten damit ihre Körper, und die Römer importierten es für medizinische Zwecke und Luxusgerichte.

Mit der Seidenstraße gelangte Kardamom schließlich bis nach Europa und wurde im Mittelalter bereits in Apotheken als Heilmittel verkauft. Heute ist es ein fester Bestandteil vieler orientalischer und asiatischer Küchen, aber auch in Skandinavien hat sich Kardamom einen festen Platz in süßen Backwaren erobert. Und wer jetzt an den Duft und Geschmack von Lebkuchen denkt, hat vollkommen Recht: In vielen Rezepten aus der Weihnachtsbäckerei steht eine Messerspitze Kardamom auf der Zutatenliste. Und nicht nur das: Kardamom duftet auch heute noch in vielen Parfums, Eau-de-Toilettes und Duschgels wunderbar würzig mit einem Hauch von Zitrus.  

Welche Arten von Kardamom gibt es? 

Es gibt zwei Hauptsorten: Grüner und Schwarzer Kardamom.

MerkmalGrüner KardamomSchwarzer Kardamom
Aromasüßlich, frisch, mit Zitrus- und Eukalyptusnotenrauchig, erdig, mit mentholartiger Schärfe
AnbaugebieteIndien, Guatemala (größter Exporteur weltweit), Sri LankaNepal, Bhutan, Nordindien
Verwendungin süßen und herzhaften Gerichten, Chai, Kaffee, Currys, Gebäckvor allem in herzhaften Gerichten wie Schmorgerichten, Reis, Linsengerichten oder der nordindischen Küche
AnmerkungEdelste und bekannteste Sorte: Seine hellgrünen Kapseln enthalten kleine schwarze Samen, die das intensive Aroma liefern.Robuster im Geschmack und wird meist ganz mitgekocht – ähnlich wie Lorbeerblätter.

Wie verwendet man Kardamom beim Kochen & Würzen? 

Wofür wird Kardamom genau verwendet? Das Gewürz ist nämlich ein regelrechtes Multitalent. Er verleiht Speisen eine warme, exotische Note und harmoniert hervorragend mit Zimt, Nelken, Muskat, Ingwer, Vanille oder Pfeffer. Am besten entfaltet sich sein Aroma, wenn die Kapseln leicht angedrückt mitgekocht werden.

Besonders gut schmeckt Kardamom in: 

  • Heißgetränken wie z.B. Indischer Chai, arabischer Kaffee, Glühwein
  • Herzhaften Gerichten wie Currys, Linseneintöpfe, Reisgerichte, orientalische Fleischgerichte ­– oder in Beilagen (Reis, Kartoffeln oder Couscous)
  • Süßspeisen – Milchreis, Kekse, Kuchen
  • Backwaren: Besonders beliebt in Skandinavien – etwa in schwedischen „Kardamombullar“ (Hefeteilchen mit Kardamom-Zimt-Füllung)

Und noch ein Dosierungstipp: Weniger ist mehr. Kardamom hat ein starkes Aroma – 1–2 Kapseln oder eine Messerspitze gemahlener Kardamom reichen oft aus, um Gerichten das gewisse Etwas zu verleihen.

Gesundheitliche Aspekte 

Kardamom verfeinert nicht nur Speisen, sondern kann auch auf den Körper positiv wirken. Verschiedene Studien und traditionelle Anwendungen schreiben dem Gewürz folgende Eigenschaften zu:

  • Natürliche Blutdruckhilfe – kann dabei helfen, gesunde Blutdruckwerte zu unterstützen
  • Sanft entzündungshemmend – wirkt wohltuend bei inneren Entzündungsprozessen
  • Gut fürs Herz – kann bestimmte Blutfette wie Triglyceride senken
  • Schutz für die Zellen – reich an Antioxidantien, die Herz, Leber und allgemeine Vitalität stärken
  • Wohlfühl-Booster für den Magen – regt die Verdauung an und kann Blähungen oder Völlegefühl lindern
  • Magenschonend – unterstützt eine gesunde Magenschleimhaut
  • Frischer Atem – traditionell gekaut, um Mundgeruch zu vertreiben
  • Frei durchatmen – kann Schleim lösen und die Atemwege befreien

Tipps zur Lagerung und zum Kauf

So bleibt das Aroma erhalten:

  • Am besten ganz kaufen: Ganze Kardamomkapseln bleiben länger frisch als gemahlener Kardamom
  • Licht- und luftdicht lagern: In einem dunklen Glasbehälter oder einer gut verschlossenen Dose aufbewahren
  • Kühl und trocken: am besten im luftdichten Behälter im Vorratsschrank lagern

Worauf sollte man beim Kauf von Kardamom achten?

  • Herkunft und Qualität: Hochwertiger Kardamom kommt meist aus Bio-Anbau in Indien oder Guatemala
  • Farbe und Form: Die Kapseln sollten grünlich (nicht gelblich) und prall sein – das ist ein Zeichen für Frische
  • Dufttest: Reibe leicht an einer Kapsel – frischer Kardamom verströmt ein intensives Aroma

FAQ zu Kardamom

Was ist Kardamom und wofür wird es verwendet?

Kardamom ist ein exotisches Gewürz aus den Samen einer tropischen Pflanze. Er wird für Tee, Kaffee, Curry, Backwaren und mehr verwendet.

Wie schmeckt Kardamom und in welchen Gerichten wird er eingesetzt?

Er schmeckt süßlich, leicht scharf und zitrusartig. Verwendung findet er u. a. in Chai, Reisgerichten, indischem Curry und schwedischem Gebäck.

Welche Arten von Kardamom gibt es und wie unterscheiden sie sich?

Grüner Kardamom ist süßlich-frisch, schwarzer Kardamom eher rauchig und herzhaft. Beide unterscheiden sich in Geschmack und Einsatzbereich.

Woher kommt Kardamom und wie wird er angebaut?

Ursprünglich aus Indien und Sri Lanka, wird Kardamom heute auch in Guatemala und Nepal angebaut. Er wächst in feuchtem, tropischem Klima.

Welche gesundheitlichen Vorteile werden Kardamom zugeschrieben?

Kardamom kann unter anderem die Verdauung fördern, Atemwege beruhigen, den Atem erfrischen und antioxidativ wirken.